Trotz Ausstiegsklausel: Ludovit Reis bleibt dem Hamburger SV treu
Gute Nachrichten für den Hamburger SV: Ludovit Reis hat seine Ausstiegsklausel nicht gezogen und bleibt den Rothosen damit erhalten. Diese Option wurde dem 23-jährigen Niederländer bei der Verlängerung im vergangenen Jahr eingeräumt. Wie der Profi diesen Schritt begründet.
"In seiner Entwicklung einen großen Schritt gemacht"
"Ich muss nicht betonen, wie sehr mir der HSV, die Mannschaft und die unglaublichen Fans in den vergangenen zwei Jahren ans Herz gewachsen sind. Ich fühle mich beim Verein und in der Stadt sehr wohl, trotz der kurzen Zeit ist es wie ein Zuhause geworden", wird Reis in der Mitteilung des HSV zitiert. Deshalb habe er sich "für einen Verbleib beim HSV entschieden" und freue sich "schon jetzt, in der neuen Saison gemeinsam mit meinen Kollegen alles zu geben." Per Klausel hätte er den Verein trotz Vertrag bis 2026 bei einem Angebot von mindestens 7,5 Millionen Euro verlassen können - tat er jedoch nicht.
Aktuell verweilt der Mittelfeldspieler bei der niederländischen U21-Nationalmannschaft und bereitet sich auf die Europameisterschaft vor. Mit neun Toren und fünf Vorlagen in 33 Spielen gehörte der Rechtsfuß zu einem der besten Spieler der vergangenen Saison. "Ludo ist ein sehr wichtiger Bestandteil unserer Mannschaft, denn er bringt sowohl mit als auch gegen den Ball eine hohe Intensität und Bereitschaft mit und hat nachweisbar - nicht nur in der Anzahl seiner Scorerpunkte - in seiner Entwicklung einen großen Schritt nach vorne gemacht", meint Claus Costa, Direktor Profifußball beim HSV.
"Weiteres ganz wichtiges Zeichen"
Reis kam 2021 aus der zweiten Mannschaft des FC Barcelona zu den Norddeutschen. Zuvor war er auf Leihbasis in der Saison 2020/21 für den künftigen Ligakonkurrenten VfL Osnabrück aktiv. Bislang bestritt der Kreativspieler 92 Zweitligapartien (15 Tore, acht Vorlagen). "Ludos Bekenntnis zum HSV spricht auch für die Bereitschaft, mehr Verantwortung zu übernehmen und sich auch als Persönlichkeit weiterzuentwickeln", so Vorstand Jonas Boldt.
Mit der Verlängerung habe der Klub "ein weiteres ganz wichtiges Zeichen in unserer Kaderplanung für die kommende Saison setzen können. Ludo ist ein Paradebeispiel für unseren eingeschlagenen Weg: Er hat sich im Vergleich zur Vorsaison noch einmal gesteigert und in Zahlen mit 14 Torbeteiligungen seinen Wert aus seiner ersten Spielzeit verdoppelt."