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"Alle Ziele realisiert": SSV-Geschäftsführer Keller verlässt Regensburg

© IMAGO / foto2press

Paukenschlag beim SSV Jahn Regensburg! Zum Ende des Monats wird Geschäftsführer Christian Keller sein Amt niederlegen. Dieses Datum legte der 42-Jährige bereits bei seiner Verlängerung vor zwei Jahren als fixes Ende für seine Vertragslaufzeit fest. Mit diesem Schritt will Keller den aktuellen Tabellenzweiten ein letztes Mal weiterentwickeln.

Neustrukturierung der Geschäftsführung

Am 31. Mai 2013 übernahm Dr. Christian Keller den SSV Jahn Regensburg in der FUnktion als Geschäftsführer Profi-Fußball. Damals stand der Abstieg aus der 2. Bundesliga fest – und zunächst ging es für die Oberpfälzer tief nach unten. In der Saison 2015/16 nahm Regensburg demnach an der Regionalliga Bayern teil. Unter der Regie von Keller wurde der Verein wieder nach oben gebracht. Doch nun verlässt der 42-Jährige den Klub nach 8,5 Jahren überraschend. Die Entscheidung steht allerdings schon länger.

"Ich habe mich bereits an Weihnachten 2019 dazu entschlossen, dass meine Zeit beim SSV Jahn im Herbst 2021 enden soll. Dafür hatte ich zwei Beweggründe, einen Jahn-bezogenen und einen persönlichen", erklärte Christian Keller am Dienstagnachmittag auf der Jahn-Homepage. Demnach sei sein Rückzug mit der rasanten Entwicklung des Klubs verbunden. "Diese Entwicklung soll auch in den kommenden Jahren fortgesetzt werden. Dafür braucht es nach meiner festen Überzeugung aber unter anderem auch eine Neustrukturierung der Geschäftsführung", so Keller. Bislang agierte der 42-Jährige als alleiniger Geschäftsführer für den sportlichen und den kaufmännisch-administrativen Bereich. Nun sollen diese Aufgaben auf zwei Geschäftsführer aufgeteilt werden – und dafür mache Keller den Weg frei.

"Sehe meine Aufgabe als erfüllt an"

"Aus persönlicher Sicht kann ich zudem guten Gewissens sagen, dass all jene Ziele, die ich mir bei meinem Amtsantritt im Sommer 2013 für die Entwicklung des SSV Jahn gesetzt habe, mittlerweile realisiert sind. Ich sehe meine Aufgabe daher als erfüllt an", fuhr Keller in seinem Statement fort. Das bedeute allerdings nicht, dass der 42-Jährige nun einen Vereinswechsel anstreben würde. "Ich kann nicht heute den SSV Jahn im Herzen tragen und mich morgen schon mit einer neuen Aufgabe identifizieren. Deshalb brauche ich zunächst einmal Abstand", beruhigte Keller die Fans. Bis Ende Oktober wolle der scheidende Geschäftsführer schließlich noch weitere Erfolge feiern.

Die Jahn-Verantwortlichen um Aufsichtsratsvorsitzenden Hans Rothammer wollen zeitnah die Nachfolge finalisieren, die Prozesse laufen bereits. Bewusst entschieden sich alle Beteiligten auf ein Ende im Oktober, um alle Prozesse für die Folgespielzeit 2022/23 im November mit den neuen Geschäftsführern zu starten. Der Dank von Rothammer ist Keller zum Abschied gewiss: "Er hat sich dem SSV Jahn voll und ganz verschrieben und dabei einen beispiellosen Sanierungs- und Veränderungsprozess geleitet. Aus einem finanziell in der Existenz bedrohten und am Rande der Gesellschaft stehenden Fußballclub ist ein Vorzeige-Zweitligist geworden." Zum Zeitpunkt eines sportlichen Höhepunkts wird es nun zwar einen Einschnitt beim Jahn geben, aber auch ein starkes Vermächtnis.