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"Entwicklung ist hinter dem Zeitplan": Allofs bleibt bei Preußer geduldig

© IMAGO / eu-images

Zwei Punkte vor der Gefahrenzone wird die Lage bei Fortuna Düsseldorf angespannter. Cheftrainer Christian Preußer genießt weiterhin das Vertrauen der Verantwortlichen. Der Plan soll nicht umgeworfen werden, obwohl die Entwicklung der Mannschaft noch nicht mit der inhaltlichen Arbeit übereinstimmt.

"Inhaltlich zufrieden"

Im vergangenen Sommer entschieden sich die Rheinländer gegen Uwe Rösler und für Christian Preußer. Es sollte der Startschuss für Kontinuität auf dem Trainerposten sein, wie Vorstand Klaus Allofs nach dem 14. Spieltag weiterhin betont. Laut dem 64-Jährigen funktioniert der Plan – jedenfalls in Teilen. "Wir sind mit der Arbeit zufrieden inhaltlich. Das ist positiv", so Allofs gegenüber der "Bild"-Zeitung. Klar sei aber auch: "Nur die Entwicklung ist hinter unserem imaginären Zeitplan zurück. Das heißt nicht, dass wir den Trainer infrage stellen."

16 Punkte holte Preußer bislang aus 14 Spielen. Die Aufstiegsplätze sind nicht in Sicht, dafür schmilzt der Vorsprung vor dem Abstiegs-Relegationsrang. "Wir sind nicht zufrieden mit der Art und Weise des Auftretens", betonte Allofs nach den letzten Spielen. Gegen Rostock (1:2), Hannover (1:1) und Dresden (0:1) war mehr drin, fand der Vorstand. "Die Mannschaften, gegen die wir die letzten Wochen gespielt haben, waren uns ja nicht überlegen", verwies Allofs auf ausgeglichene Partien. Doch die Fortuna blieb Leidtragender.

Allofs plädiert auf Geduld

Deswegen steckt Düsseldorf jetzt im Tabellenkeller fest, die Träume wurden vorerst begraben. "Wir sind uns dessen bewusst, es macht keinen Sinn, jetzt von Aufstieg zu reden. Wir haben den Ernst der Lage erkannt. Wir sind überzeugt, dass wir mit dieser Mannschaft wesentlich besser spielen können", legte sich Allofs fest. Trotz aller Widrigkeiten will der 64-Jährige sich in Geduld üben: "Wir können nicht zu Saisonbeginn sagen, wir machen das so und wissen aber auch, dass es mal schwieriger werden und Gegenwind kommen kann. Und dann fallen wir beim ersten Wind um."

Möglicherweise hilft ein neuer Innenverteidiger, der im Winter kommen soll. Viel mehr will Allofs nicht verändern: "Wir sind besser beraten, mit dem Personal zu arbeiten, das da ist, und uns zu verbessern. Die müssen wir zusammenbringen." Die geforderte Entwicklung sollte Preußer nun zeitnah erbringen. Nicht nur der Zeitplan wird enger.