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Angriffspuzzle vor Auswärtsspiel in Fürth für St. Pauli-Trainer Schultz

© IMAGO / Picture Point LE

Eigentlich spielt der FC St. Pauli einen sehr intensiven und ansehnlichen Offensiv-Fußball. Doch defensive Schwächen verhinderten im bisherigen Saisonverlauf eine bessere Punkteausbeute (bisher acht Zähler). Zudem gibt es seit einiger Zeit eine Stürmer-Diskussion am Millerntor. Vor dem Auswärtsspiel am Samstag beim Tabellenvorletzten Fürth grübelt Pauli-Coach Timo Schultz deshalb über die Besetzung des Angriffs.

Matanovic zuletzt enttäuschend, Amenyido mit guten Chancen

Auf dem Papier haben die St. Paulianer in Eggestein, Matanovic, Amenyido und Otto vier Angreifer im Kader, die alle über 2. Liga-Format verfügen sollten. Das Problem: Nach sechs Spieltagen haben in der Liga Matanovic und Otto noch gar nicht getroffen, Amenyido am zurückliegenden Wochenende zum ersten Mal. Johannes Eggestein, mit geschätzten 600.000 Euro Ablöse einer der kostspieligsten Neuzugänge, immerhin dreimal. Unterm Strich eine dennoch magere Ausbeute und Anlass genug für die nicht abebbende Stürmer-Diskussionen im Hamburger Stadtteil. Doch die Verpflichtung eines Abschlussspielers, dem Vernehmen nach war sich St. Pauli mit Aurélien Scheidler vom französischen Zweitligisten Dijon FCO einig, hat sich wohl auf den letzten Metern der Transferperiode zerschlagen, sodass es die vier Verbliebenen richten müssen.

Timo Schultz betonte in der Pressekonferenz vor dem Auswärtsspiel in Fürth folglich, dass er "sehr zufrieden [sei] mit dem Kader, den wir haben." Darüber hinaus gewährte er Einblick in seine Gedankenspiele über die Besetzung des Angriffs: "Man schaut immer, was passt gut zum Gegner, wie präsentieren sie sich im Training und wie gut sind sie drauf." Sehr gute Chancen auf mehr als 30 Minuten Spielzeit dürfte Etienne Amenyido haben, der nach seiner Einwechslung in der 2. Hälfte gegen Paderborn traf und zuvor gegen Rostock schon vor der Pause für den enttäuschenden Igor Matanovic kam. Gegen Paderborn schmorte der Kroate zunächst auf der Bank. Dennoch gab sich Schultz mit dem Satz "alle haben die Berechtigung zu spielen" diplomatisch, um all seine Angreifer bei Laune zu halten.

Keine neuen Ausfälle, Dźwigała im Lauftraining

Grundsätzlich hat St. Paulis Trainer keine neuen Verletzten zu beklagen, es fehlen lediglich die Langzeitausfälle Nikola Vasilj und Christopher Avevor. Abwehrmann Adam Dźwigała sei schon wieder im "Lauf- und leichten Balltraining". So stellen sich fernab der Sturm-Besetzung eher inhaltliche denn personelle Fragen für Schultz. In etwa, wie die "defensive Stabilität" und Zahl der Aussetzer minimiert werden kann. Denn im Spiel mit dem Ball, dem Umschaltverhalten und der Intensität gäbe es gar nicht so viel kritisieren, oft sei es das Verteidigungsverhalten der Braun-Weißen, das dem Gegner zu viele Chancen gestatte. So gesehen gegen Paderborn, als nach guter erster Hälfte auf der Anzeigetafel trotzdem ein 0:1 stand.

Darum gelte es alle Sinne zu schärfen und neben dem nötigen Selbstbewusstsein im eigenen Spiel "auf der Hut" zu sein vor den bislang sieglosen Fürthern. Dass das so bleibt, können die "Kiezkicker" am Samstag, ab 13 Uhr richten.