Arminia hadert mit Platzverweis und Pleite: "Spiel war ok, mehr nicht"

Im Top-Spiel am Samstagabend hat Arminia Bielefeld die Aufholjagd in Unterzahl gestartet - und steht am Ende doch mit leeren Händen dar. Besonders der Platzverweis gegen Bryan Lasme wurde nach Abpfiff nochmal zum Thema. Die Enttäuschung bei Cheftrainer Daniel Scherning und seiner Mannschaft war groß, die Lage spitzt sich zu.

"Heute war viel Drama"

Kurz vor dem Pausenpfiff schickte Schiedsrichter Patrick Alt den Bielefelder Stürmer mit der zweiten gelben Karte des Abends vom Platz. Bryan Lasme verneinte ein Foulspiel im Zweikampf mit dem Lautrer Boris Tomiak zwar, doch das Spiel des jungen Franzosen war regeltechnisch zu gefährlich. Cheftrainer Daniel Scherning konnte das nicht gänzlich nachvollziehen, wie er nach Spielende klarmachte: "Die gelb-rote Karte fand ich nicht verhältnismäßig, das habe ich dem Schiedsrichter auch gesagt. Im ersten Abschnitt gab es eine ähnliche Situation zwischen Terrence Boyd und Gui Ramos, wo der Schiedsrichter nicht mal Foul pfeift." Für besagtes Gespräch mit dem Unparteiischen erhielt auch Scherning die Ermahnung.

Am Ende war die Szene mitentscheidend für den Ausgang der Partie, denn Kaiserslautern nutzte die Überzahl nach dem Seitenwechsel erst einmal per Doppelschlag. Bielefeld war jedoch nicht besiegt - und schlug zurück. "Heute war viel Drama und leider mit dem bitteren Ende für uns. Wir haben das Spiel zu Zehnt kontrolliert und waren näher am Dritten, so bitter ist Fußball manchmal", fand Scherning. Denn Robin Hack (60./73.) brachte die Arminia zurück. Allerdings ging Lautern dann doch noch als Sieger vom Platz. "Das tut einfach sehr weh. Ich denke mit einem Mann Unterzahl in so einem Spiel dann ohne Punkt nach Hause zu gehen, ist super unglücklich", so Hack.

"Spiel schon abgehakt"

Für Bielefeld spitzt sich die Situation derweil zu. Mit elf Punkten steht der Bundesliga-Absteiger am Tabellenende - und die Konkurrenten aus Nürnberg und Magdeburg treffen am heutigen Sonntag noch aufeinander, sodass das rettende Ufer weiter in die Ferne rücken wird. Auch Greuther Fürth hat noch nicht gespielt, sodass die sechste Liga-Niederlage unter Scherning unter sehr schlechten Vorzeichen steht. Viel darüber reden wollte niemand.

"Wir haben verloren, das gibt null Punkte und damit habe ich das Spiel schon abgehakt. Das Spiel war ok, mehr nicht. Wir sollten uns nicht zu sehr daran aufhalten, sondern an die nächsten Spiele denken", blickte Janni Serra eisern voraus. Am Dienstag (18:30 Uhr) steht für Bielefeld das ostwestfälische Derby mit dem SC Paderborn an, ehe es im letzten Spiel vor der Winterpause zum direkten Kellerduell mit dem 1. FC Magdeburg (Sonntag, 13:30 Uhr) kommt. Viele Gelegenheiten bleiben der Arminia also nicht, um den Frust vor dem Jahreswechsel abzuschütteln.

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