Arminia-Kommentar: Sieg ja, Euphorie nein!
Da jubelte die Alm schon ganz ordentlich, als Schiedsrichter Marco Fritz die Partie gegen Erzgebirge Aue abpfiff. Arminia hat mal wieder gewonnen und das mit neuem Trainer. Nicht genug, Arminia hat sogar ohne Gegentor gewonnen, übrigens das erste Mal seit 17 Spieltagen. Damals gegen, natürlich, Aue. Da kochen die Emotionen schonmal hoch und alles soll in den kommenden Spielen besser werden. Doch Vorsicht ist geboten bei den Blauen. Die Gefühlslage ist angespannt, spätestens seit dem Rauswurf von Stefan Krämer.
Wehe wenn...
Und so ist der Sieg nach einer absolut ordentlichen Leistung zwar verdient, doch hinterlässt er eine Menge ungeklärter Fragen und Anregungen, die eine vorzeitige Euphorie noch einmal bremsen dürften. Wehe, wenn Fabian Klos auch seine vierte Großchance im Spiel ausgelassen hätte und ein müdes 0:0 aus dem Spiel hervorgeht... Wehe, wenn Aue in der Nachspielzeit noch einen Elfmeter bekommt, da Marcel Appiah reichlich ungestüm gegen seinen Gegenspieler zu Werke geht... Und was passiert, sollte ein offensiv stärkerer und aktiverer Gegner ins Stadion kommen als Erzgebirge Aue am vergangenen Samstag? Geht das Spiel Unentschieden aus, redet man schnell von einem verschenkten Sieg und bitterem Punktverlust. Drei Punkte sind schön und gut und sicherlich extrem wichtig für die Arminen, doch man darf jetzt nicht den Fehler machen und zu hoher Erwartungen haben. Fabian Klos sprach es treffend an: Jetzt müsse man Leistung zeigen, sonst bringe der Sieg wenig.
Arminia kann, muss aber auch
Die Bielefelder sind in der Lage dazu die Klasse zu halten, wenngleich immernoch fraglich ist, ob man dafür unbedingt den Trainer wechseln musste. Die eklatanten Abwehrfehler müssen ausbleiben und die Chancenverwertung wieder besser werden. Dann haben die Ostwestfalen gute Chancen am nächsten Spieltag ein ganzes Sextett an Mannschaften wieder mitten in den Abstiegskampf zu ziehen. Dazu zählen dann Aue, Ingolstadt, Bochum, Sandhausen, Aalen und Frankfurt, von Dresden mal ganz zu schweigen. Das man das kann, hat der Sieg am Samstag gezeigt. Also Arminia, jetzt heißt es Leistung bringen. Die Wahrheit liegt ja bekanntlich auf dem Platz. Die Wahrheit liegt aber auch auf den Rängen. Wer die Erleichterung am Samstag gespürt hat der weiß, Mannschaft und Fans sind hungrig auf Punkte und den Klassenerhalt. Und nach 24 Spieltagen ist ja auch noch alles drin. Gewinnen die Bielefelder am Sonntag, sind sie wieder voll zurück. Verlieren sie, könnte der eine Sieg schnell zum Strohfeuer werden. Hoffnung ist aber da und die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt...
FOTO: Tobias Hänsch // unveu.de
Sehe Stefan Krämer in der nächsten Saison als Trainer von Preußen Münster. Dann gibt es wahrscheinlich ein Wiedersehen mit ihm.
Alles gut bis Absatz 3, schon mal nachgedacht, wieviele Fehler S.Krämer gemacht hat über Monate?? nein..solltet ihr tun..Er ist weder Heilsbringer noch ein Gott und es gab schon andere gute Trainer mit denen wir aufgestiegen sind! Es geht immer um den Club und Stefan hat es eben nicht verstanden ..andere Systeme spielen zu lassen, er hat nicht geschnallt den besseren Keeper zu bringen, er hat schlecht und oft zu spät ausgewechselt, er hat neue Spieler kaum eingebaut und immer seinen Lieblinge des 3t Ligateam spielen lassen, die nichtmal 2liga Niveau haben… Das sind nicht genug Gründe?? Für mich schon. Und zum Glück für Arminias Verantwortliche auch. Norbert Meyer ist klar anzumerken, das er 2te und 1ste Liga tainiert hat und ich wünsche ihm alles Glück der Welt um unseren Club in LIga 2 halten zu können. Der Anfang wurde gemacht. Der bessere Keeper steht im Tor und die Verteidigung steht gleich besser. Die Neuen spielen alle und haben einen grossen Anteil am Sieg. Weiter so..
was soll denn immer dieses nachkaten bzgl des trainerwechsels! hätte, wenn und aber! Die Entscheidung zur Trennung war zu einem sinnvollen Zeitpunkt.Der Auftritt gibt Hoffnung. Neue Impulse waren mehr als notwendig. Das hat Krämer nicht geschafft. Als Typ ist er überragend, als Trainer im Profigeschäft immer noch ein Neuling. Der wird seinen Weg schon gehen. Und ich wette, den sehen wir nochmal auf unserer Trainerbank! Danke Stefan und weiter so Norbert!