Arminia mit spätem Punktgewinn zufrieden: "Kann noch viel Wert sein"

Mit dem 1:1-Unentschieden gegen den 1. FC Nürnberg hat Arminia Bielefeld einen Befreiungsschlag im Abstiegskampf verpasst. Dennoch zeigte sich die Beteiligten mit dem spät erkämpften Remis zufrieden und lobten die Mentalität und den Willen der Mannschaft.

"Wille und Mentalität war da"

Nur ein Sieg aus den vergangenen acht Spielen und vorerst der 14. Tabellenrang: Arminia Bielefeld steckt weiterhin tief im Abstiegskampf und zeigte über weite Strecken in der Partie gegen Nürnberg, dass dies auch nicht ganz unberechtigt so ist. Insbesondere in den ersten 45 Minuten agierten die Ostwestfalen erschreckend schwach: "Der Start ins Spiel war eigentlich gut, dann bekommen wir in der 8. Minute den Gegentreffer nach einem Abstimmungsfehler in der letzten Linie. Danach waren wir insgesamt etwas zu passiv", bemängelte DSC-Coach Mitch Kniat den ersten Spielabschnitt, den die Anhänger folgerichtig mit gellenden Pfiffen quittierten.

Dass es letztlich doch noch zu einem Punktgewinn reichte, lag zum einen an taktischen und auch personellen Umstellungen in der Halbzeit, aber auch an der verbesserten Einstellung, die die Arminia zeigte. "Wir haben das Zepter in die Hand genommen, hatten viel Ballbesitz, auch wenn wir uns noch mehr Torchancen hätten erarbeiten müssen", analysierte Kniat, deutete dabei aber auch auf die defensive Stärke der Gäste hin. Ähnlich sah es auch Kapitän Mael Corboz: "Es war ein schweres Spiel. In der zweiten Halbzeit waren wir deutlich besser drin, hatten gute Lösungen und Chancen", sagte er und betonte, dass ein früherer Ausgleich ebenso verdient gewesen wäre. Letztlich müsse sich der Aufsteiger aber mit dem Punkt zufrieden geben und in den ausstehenden vier Partien einfach so weiter arbeiten: "Der Wille war da, die Mentalität ist immer da. Das können wir uns nicht vorwerfen. Wir müssen weiter unseren Job machen, weiter punkten und uns für den Aufwand, den wir betreiben, belohnen. Wir haben einen Weg, den wir verfolgen und an den wir glauben."

"Kompliment an die Mannschaft"

Spielmacher Jannik Rochelt dagegen hatte eine ganz eigenen Meinung und sah "über die gesamte Spielzeit ein gutes Spiel" seiner Mannschaft und begründete: "Wir hatten zwar keine Riesenchancen, dafür aber viele Situationen, in denen die letzte Entscheidung nicht richtig war." Entscheidend sei für ihn aber ohnehin, dass sein Team trotz der Fehler der ersten Halbzeit wieder zurück ins Spiel gefunden habe. "Am Ende war es sehr gut, dass wir das Unentschieden dann noch holen. Jeder Punkt ist in unserer Lage wichtig und dieser Punkt kann noch sehr viel Wert sein."

Dem pflichtete auch Torschütze Tim Handwerker bei, der einen "nicht unverdienten Punktgewinn" sah. "Kompliment an die Mannschaft, dass wir wieder einmal zurückgekommen sind." Nun steht am kommenden Samstag (13 Uhr) das hochbrisante Derby gegen Preußen Münster an. Gegen das aktuelle Tabellenschlusslicht ist dann wohl eine Leistungssteigerung nötig, um nicht noch tiefer in den Abstiegssumpf zu gelangen.

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