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Aue in der Spitzengruppe: Schuster fordert "jedes Mal die Gier"

© imago images / Picture Point

Nach anfänglichem Schlingerkurs zu Saisonbeginn hat sich der FC Erzgebirge Aue inzwischen stabilisiert – und an die Spitzengruppe herangespielt. Nun steht das Duell mit dem SSV Jahn Regensburg an, dass die Veilchen seit zehn Jahren nicht mehr verloren haben. Jan Hochscheidt und Martin Männel werden sich vielleicht erinnern, sie waren dabei.

"Nur drei Punkte weniger"

Vor zehn Jahren kämpfte der FC Erzgebirge in der 3. Liga um den Aufstieg ins Unterhaus und kassierte kurz vor der Ziellinie eine 1:2-Niederlage gegen den SSV Jahn Regensburg. Stammkeeper Martin Männel konnte die Einschläge nicht verhindern, während Offensivspieler Jan Hochscheidt vorne nicht für die nötigen Impulse sorgen konnte. Es folgte eine unnachahmliche Serie von sechs Siegen und zwei Unentschieden, die dem FCE letztlich den souveränen Aufstieg sicherten – und seither verloren die Veilchen keine einzige Partie in der 2. Bundesliga gegen Regensburg in acht Aufeinandertreffen.

Statistik spielte für FCE-Cheftrainer Dirk Schuster vor der Begegnung mit dem vermeintlichen Lieblingsgegner keine Rolle. "Der Jahn hat viel Qualität vor allem in der vorderen Reihe – ich glaube schon, dass wir da ein dickes Brett zu bohren haben", verwies der Coach in einem Bericht des "Kickers" auf die 13 Tore, die der SSV bereits erzielen konnte. Nur eines mehr steht auf dem Konto von Aue. Deswegen mahnte Schuster dazu, den Gegner keinesfalls zu unterschätzen: "Sie haben auch schon zwölf Punkte, also nur drei weniger als wir."

Testroet trifft auf Lieblingsgegner

Am Sonntag könnten die Regensburger entsprechend gleichziehen, sollte die Serie des FCE ausgerechnet jetzt brechen. Nach wechselhaften Ergebnissen zu Saisonbeginn konnte sich die Elf von Schuster mit zwei deutlichen Siegen (3:0 gegen Darmstadt, 4:1 gegen Sandhausen) stabilisieren. Mit einem weiteren Sieg, den Schuster unzweifelhaft anpeilt, könnte der FCE sogar mit Spitzenreiter Fürth gleichziehen. Die Devise des Cheftrainers war deshalb einfach: "Wir müssen jedesmal die Gier entwickeln, um unsere Leistung wieder abzurufen und ans Limit zu gehen."

Mit welchem Personal der Übungsleiter in die Partie gehen wird, ist derweil offen. Spieler wie Jan Hochscheidt und Dimitrij Nazarov würden mit den "Hufen scharren und zeigen, dass sie in die Mannschaft wollen", gelten aber gleichzeitig als "Opfer der letzten guten Resultate". Mit an Bord wird aber vermutlich Pascal Testroet sein. In drei der vier letzten Aufeinandertreffen traf der 30-Jährige gegen Regensburg.