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Ausgerechnet in Top-Spielen: SVD zeigt wieder Nerven im direkten Duell

© IMAGO / Zink

Nervenflattern bei den Lilien? Obwohl der SV Darmstadt 98 im Verfolgerduell mit dem 1. Nürnberg keine schlechte Figur machte, stand eine 1:3-Niederlage auf dem Papier. Das bedeutete zwar erst die dritte Pleite in der Rückrunde, doch allesamt verlor der SVD ausgerechnet bei den Mit-Konkurrenten um den Aufstieg. Doch das Blatt kann sich schnell wenden.

"Positiv nach vorne blicken"

Hamburg (0:5), Bremen (0:1) und jetzt Nürnberg (1:3) – die einzigen Niederlagen im neuen Kalenderjahr erlitt der SV Darmstadt ausgerechnet gegen die Konkurrenten. Erstmals seit Wochen rutschen die Lilien damit auf den vierten Rang ab und stecken selbst wieder in der Verfolgerrolle, weil in Nürnberg zwei Standardsituationen ausreichten. Cheftrainer Torsten Lieberknecht hob den Gesamteindruck hervor: "Natürlich sind wir frustriert über das Ergebnis, auf der anderen Seite kann man aufgrund des Geleisteten meiner Mannschaft positiv nach vorne blicken."

Kurz vor dem Seitenwechsel mussten die Lilien den Rückstand verkraften (43.), danach kam Darmstadt durch einen Treffer von Luca Pfeiffer (58.) zurück. Zwischen den Verfolgern entwickelte sich ein offenes Spiel. "Nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich haben wir gesehen, dass mehr drin ist und wollten weiter Druck entwickeln", bekräftige Kapitän Fabian Holland, dass man als Team die richtige Entscheidung in der Spielweise getroffen habe. "Wir sind eine Mannschaft, die jedes Spiel gewinnen will. Das hat man heute gesehen." Doch dieses Mal ging der Schuss nach hinten los.

Zwei direkte Duelle noch

Zeigt der SVD jetzt sein Nervenkostüm? Davon ist nicht auszugehen, wie Lieberknecht fand. "Ich finde es unglaublich und erstaunlich, dass meine Mannschaft den unbändigen Willen zeigt, weiter offensiv zu spielen. Dadurch war es ein offener Schlagabtausch mit zwei Mannschaften, die dem Topspiel-Status komplett gerecht geworden sind", lobte der 48-Jährige wiederholt die Herangehensweise seines Teams. Und klar dürfte damit auch sein, dass bis zum Schluss mit den Lilien zu rechnen sein wird. "Unser Auftritt macht trotz der Niederlage massiv Mut für das, was in den kommenden Wochen kommt, weil sich meine Mannschaft brutal stabil zeigt", so Lieberknecht.

Zumal Darmstadt die Karten trotz des vierten Platzes weiter in der eigenen Hand hält. "Wichtig ist, dass wir in dieser Saison gerade nach Niederlagen gezeigt haben, immer wieder da zu sein", forderte Holland auch dieses Mal – wohlwissend, dass die entscheidenden Partien jetzt kommen: "Und jetzt kommt Schalke nächstes Wochenende. Es ist noch nichts passiert, wir haben noch immer eine gute Ausgangsposition und sind mittendrin." Dafür muss der SVD aber auch wieder in einem Top-Spiel punkten – und dazu sind die Lilien definitiv in der Lage. Denn in der Hinrunde gab es schließlich auch vier Siege aus den Spielen gegen Bremen, Nürnberg, Schalke und St. Pauli. Zwei Chancen bleiben noch.