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Auswärts beeindruckt der SCP erneut: "Serie geht irgendwie weiter"

© IMAGO / Zink

Die letzten fünf Spiele vor der Winterpause konnte der SC Paderborn nicht gewinnen, weswegen die Frage nach dem Rückrunden-Start umso bedeutender für die Ostwestfalen wurde. Ein entscheidender Doppelschlag kurz vor der Pause brachte die Elf von Lukas Kwasniok in die richtige Spur – mit altbewährten Mitteln, nämlich Sven Michel und Felix Platte.

"Ich bin erleichtert"

Darmstadt (0:1) und Heidenheim (1:2) zogen dem SCP kurz vor dem Jahreswechsel noch knapp den Stecker, schon davor blieben die Ostwestfalen dreimal ohne Sieg. Nun klappte es im neuen Jahr gleich beim ersten Versuch – und der 2:1-Erfolg gegen Nürnberg lässt Paderborn weiter im Aufstiegskampf mitmischen. "Ich bin erleichtert", gab SCP-Cheftrainer Lukas Kwasniok zu, sprach von einem "immens wichtigen Sieg". Ein gutes Zeichen für die Ostwestfalen war womöglich, dass der Auftakt auswärts stattfand.

"Unsere Serie bei den Auswärtsspielen geht irgendwie weiter", hielt Kwasniok fest – es war das neunte Spiel in dieser Saison, dass der SCP auf fremdem Platz nicht verloren hatte. Gleichzeitig der sechste Sieg. "Ich hatte das Gefühl, dass wir mit dem Ball extrem gut unterwegs waren", hob der Cheftrainer einen ausschlaggebenden Faktor hervor. Trotz "ordentlicher Spielkontrolle" wurde es zum Ende hin aber knapp – den Doppelschlag von Sven Michel (41.) und Felix Platte (44.) verkürzte der FCN, dass es bis zum Schluss spannend blieb.

Kwasniok ist kein Zauberer

"Leider haben wir zwei, drei Riesendinger liegen gelassen, um das Spiel vorzuentscheiden und hinten heraus war es dann auch etwas glücklich", erklärte Kwasniok, der einen ähnlichen Verlauf ganz allgemein für die Rückrunde der Spielklasse prognostizierte. "Es wird bis zum Schluss der Saison ein packendes Finish aller Mannschaften im oberen Tableau werden", so der Übungsleiter, der sich einmal mehr auf sein Sturmduo verlassen konnte. Doch kann der SCP wirklich bis zum Ende mitmischen?

"Verbesserungswürdiges Potential, dass wir den Gegner auch in seiner Hälfte bespielen können und nicht nur im eigenen Spielaufbau" sah Kwasniok schon vor der Partie – die Mannschaft setzte es prompt um. Eine Qualität, die der Coach automatisch seinen Spielern zuschrieb. "Der Trainer ist kein Zauberer", betonte Kwasniok in Bezug auf sich selbst. "In erster Linie entscheiden die Jungs auf dem Rasen." Und viele Entscheidungen gingen diesbezüglich auf. Hinzu kam dann noch das Quäntchen Glück, das "wir vielleicht gegen Sandhausen nicht hatten". Aufbauen kann der SCP darauf allemal.