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Baumgart schaut nicht auf die Tabelle – Neue Gerüchte um Krösche

Mit einem verwandelten Elfmeter in der vierten Minute der Nachspielzeit verhinderte Philipp Klement am Samstag eine Niederlage des SC Paderborn beim SV Sandhausen. Während Trainer Steffen Baumgart nach Spielende Kritik am Auftritt in der ersten Halbzeit übte, gibt es um Manager Markus Krösche neue Gerüchte.

"In den ersten 30 Minuten nicht ins Spiel gefunden"

Zufrieden konnte Baumgart mit der Leistung seiner Mannschaft in den ersten 45 Minuten nicht sein, zumal die Hausherren nach 17 Minuten durch einen Kopfballtreffer in Führung gingen. "Wir haben in den ersten 30 Minuten nicht ins Spiel gefunden und viele einfache Fehler gemacht", bemängelte der SCP-Coach auf der Pressekonferenz im Anschluss an die Partie. Erst im zweiten Durchgang und insbesondere nach den Einwechselungen von Bernard Tekpetey und Babacar Gueye in der 61. Minute bekam der SCP Zugriff auf die Partie, erarbeitete sich mehrere hochkarätige Chancen und wurde in der Nachspielzeit, nachdem er zuvor mehrfach an SVS-Keeper Marcel Schuhen gescheitert war, belohnt. Nach einem Handspiel von Guedé gab Schiedsrichter Patrick Alt Elfmeter, den Klement zum späten Ausgleich verwertete. Es war bereits der siebte (!) Treffer in der Nachspielzeit in dieser Saison – kein anderer Zweitligist traf nach Ablauf der 90 Minuten häufiger. "Am Ende war das Unentschieden nicht unverdient", fand Baumgart. "Wir haben uns 45 Minuten lang gegen die Niederlage gestemmt – das wollte ich sehen."

In der Tabelle hat sich nichts verändert, als Vierter liegt Paderborn weiterhin drei Punkte hinter dem Relegationsplatz. Der SCP bleibt somit im Rennen um die Bundesliga, wenngleich Baumgart betonte: "Wir schauen nicht auf die Tabelle." Am Samstag empfängt Paderborn Schlusslicht Duisburg, anschließend warten unter anderem noch direkte Duelle gegen Kiel (30. Spieltag), Heidenheim (31.) und Hamburg (33.).

Krösche bleibt gefragt

Derweil ist Manager Markus Krösche weiterhin heiß begehrt. Nachdem der 38-Jährige in der vergangenen Woche dem 1. FC Nürnberg abgesagt hatte, soll er nach Angaben der "Neuen Presse" nun bei Hannover 96 und dem VfB Stuttgart auf der Liste stehen. Krösche äußerte sich zu den neuen Gerüchten gegenüber dem "Westfalen Blatt" nicht: "Von mir gibt es keinen Kommentar."

Beim SCP steht Krösche noch bis 2022 unter Vertrag, entsprechend viel Geld (im siebenstelligen Bereich) müsste ein interessierter Verein auf den Tisch legen. Die Frage ist: Können die Ostwestfalen dem 38-Jährigen eine langfristige Perspektive aufzeigen? Sollte dem SCP tatsächlich der Durchmarsch in die Bundesliga gelingen, dürfte das ein durchaus überzeugendes Argument für einen Verbleib sein. Zumal Krösche wesentlichen Anteil daran besitzen würde.