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Perfekt: Bayer Leverkusen verpflichtet Jahn-Trainer Heiko Herrlich

Die Paukenschläge werden nicht leiser: Aufstiegstrainer Heiko Herrlich verlässt Jahn Regensburg und wechselt zum zuletzt kriselnden Bundesligisten Bayer Leverkusen. Noch vor wenigen Wochen hatte Herrlich den Ostbayern die Treue geschworen.

Pressekonferenz am Mittag

Heiko Herrlich wird neuer Trainer bei Bundesligist Bayer 04 Leverkusen – das steht seit dem Freitagmittag fest. Der 45-Jährige Herrlich, der mit Jahn Regensburg gerade erst den Aufstieg in die 2. Bundesliga feierte, wurde um 13:00 Uhr auf einer Pressekonferenz in Leverkusen vorgestellt.

„Heiko hat sich vom ersten bis zum letzten Tag zu 100 Prozent mit seiner Aufgabe beim SSV Jahn identifiziert. Nun bot sich für ihn allerdings die Möglichkeit einen der erfolgreichsten deutschen Klubs der jüngeren Vergangenheit zu trainieren. Dass er diese Gelegenheit auch ergreifen wollte, ist für uns zwar äußerst schmerzhaft, aber auch komplett nachvollziehbar." Mit diesen Worten verabschiedete Christian Keller, Geschäftsführer Profifußball bei den Regensburgern, Herrlich in einer Pressemitteilung nach eineinhalb Jahren in Richtung Leverkusen.

Herrlich war nur alternative Lösung in Leverkusen

Die Nachricht vom Abgang Herrlichs, der die Regensburger in seiner Amtszeit von der Regionalliga bis in die 2. Liga geführt hatte, dürfte so manchen Fan ziemlich überrascht haben. Schließlich hatte bis zuletzt nichts auf einen Verlust des Erfolgstrainers hingedeutet, der nach der erfolgreichen Relegation gegen 1860 München selber noch in der ARD davon gesprochen hatte, sich nun mit vollem Eifer an die Kaderplanungen für die zweite Liga machen zu wollen. Doch in Leverkusen kam man mit der Trainersuche nicht voran: Peter Bosz ging lieber zum BVB und der Name Thomas Tuchel verschwand ebenso schnell wieder von der Kandidatenliste, wie er auf ihr aufgetaucht war. Also erinnerte sich Leverkusens Sportchef Rudi Völler an Herrlich, der seine aktive Profikarriere zwischen 1989 und 1993 bei Bayer begonnen hatte.

Völler stellt gemeinsames Abschiedsspiel in Aussicht

„Christian Keller hat natürlich nicht gejubelt“, erzählte Völler auf der Pressekonferenz über die  Regensburger Reaktion auf seine Anfrage, lobte aber, dass die Gespräche insgesamt sehr harmonisch und professionell abgelaufen seien. Nun wolle man schauen, dass man im Rahmen der Saisonvorbereitung auch ein Testspiel zwischen Regensburg und Leverkusen organisiere. Das wäre dann zum einen eine kleine Entschädigung für die Regensburger und zum anderen auch  für Herrlich die Möglichkeit, sich von Verein, Spielern und Fans standesgemäß zu verabschieden.

Herrlich bedankt sich für „erfolgreiche Zusammenarbeit“

Erste Abschiedsworte hatte Herrlich bereits am morgen schriftlich in der Pressemitteilung an seinen ehemaligen Arbeitgeber gerichtet: „Es war eine ganz besondere Zeit, für die ich mich bei allen Beteiligten bedanken möchte. Beim Verein und vor allem Christian Keller für das Vertrauen und die Rückendeckung, bei allen Mitarbeitern für ihre Hilfe, bei den Jahnfans für ihre große Unterstützung und nicht zuletzt bei der Mannschaft und meinem Trainerteam für die erfolgreiche Zusammenarbeit.“  In der Oberpfalz wird man sich jetzt schnellstmöglich nach einem neuen Trainer umschauen müssen. Schließlich gilt es, einen schlagkräftigen Kader zusammenzustellen, um in der anstehenden Saison dann die Mission Klassenerhalt angehen zu können.