• Facebook
  • Twitter

Bei Nicht-Aufstieg: Holstein Kiel will Sparkurs fortsetzen

IMAGO / Christian Schroedter

Als Tabellenvierter hat Holstein Kiel eine gute Ausgangslage im Aufstiegsrennen. Sollte jedoch der Sprung in die 1. Liga nicht gelingen, werden die Norddeutschen ihren Etat für die kommende Saison weiter reduzieren müssen.

Etat bereits um zwei Millionen Euro gekürzt 

Bereits vor dieser Spielzeit hatten die Kieler ihren Etat um zwei Millionen Euro gekürzt, sich so einen Sparkurs auferlegt – gehören aber dennoch zu den Top-Teams. Ist der KSV auch ab Sommer noch ein Zweitligist und schafft im engen Aufstiegsrennen nicht den Sprung in das Bundesliga-Oberhaus, wird das Budget um eine weitere Million Euro eingestampft. Das erklärte Sportchef Uwe Stöver den "Kieler Nachrichten". Grund ist die Corona-Pandemie: Pro Geisterspiel gehen dem Klub zwischen 150.000 und 200.000 Euro verloren. Am Ende der Saison sind das 2,5 Millionen bis 3,4 Millionen Euro. Hinzu kommen die finanziellen Aufwendungen für die Corona-Tests und die Umsetzung des Hygienekonzepts. "Aufgrund der Pandemie haben die 36 Klubs schon in der Saison 2020/21 knapp 190 Millionen Euro weniger als ursprünglich geplant erhalten. In der kommenden Spielzeit werden die Einnahmen der Vereine aufgrund des geringeren Ergebnisses aus der Verwertung der Medienrechte, die ab der Saison 2021/22 gelten, um weitere etwa 200 Millionen Euro verringert werden", führte Stöver fort.

Pokaleinnahmen können nicht ausgleichen

Zwar steht die Mannschaft, die unter anderem im Elfmeterschießen gegen Bayern München gewonnen hatte, im Halbfinale des DFB-Pokals und hat damit rund vier Millionen Euro eingenommen. Doch die Verluste können damit nicht aufgefangen werden. Um weitere Einsparungen vornehmen zu können, müssen nun die Verträge angepasst werden, "sowohl bei auslaufenden als auch bei Neuzugängen", so der 54-Jährige. Acht Arbeitspapiere laufen nach der Saison aus, Spielraum ist also vorhanden. All das kann umgangen werden, wenn die Kieler, die bei zwei Spielen weniger fünf Punkte hinter Tabellenführer VfL Bochum liegen, den Sprung in die erste Liga schaffen. Der Festbetrag für einen Bundesligisten liegt bei 24,7 Millionen Euro. In der zweiten Liga sind es 6,9 Millionen Euro.