Bericht: Trio in Stuttgart vor dem Absprung

Ein Abstieg aus der Bundesliga hat für einen Klub in der Regel eine personelle Runderneuerung des Kaders zur Folge. Die Leistungsträger sind oft nicht zu halten. Dieser Effekt macht auch vor dem VfB Stuttgart nicht halt. Laut einem „Kicker“-Bericht stehen drei Stammspieler der Vorsaison vor einem Wechsel. Mittelfeldkämpfer Serey Dié, Linksverteidiger Emiliano Insua und Flügelspieler Filip Kostic sollen jeweils ihren Wunsch, die Schwaben zu verlassen, bekräftigt haben. Entsprechende Angebote liegen vor.

Dié vor Rückkehr nach Basel

Anfang 2015 kam Serey Dié vom Schweizer Top-Klub FC Basel nach Stuttgart - und zählte auf Anhieb zu den Stützen des Teams. Zunächst hatte er erklärte, dem VfB auch nach dem Gang in die Zweitklassigkeit treu bleiben zu wollen. Doch nach 36 Bundesliga-Partien für den ivorischen Nationalspieler geht es für ihn jetzt wohl zurück zu seinem Ex-Klub. "Er wird mit großer Wahrscheinlichkeit nach Basel zurückwechseln“, offenbarte der neue VfB Sportvorstand Jan Schindelmeiser. Sein Sinneswandel soll vor allem private Gründe haben. Der 31-Jährige wird erneut Vater. Knackpunkte ist offenbar nur noch die Ablösesumme. Sein Vertrag in Stuttgart läuft noch ein Jahr. Auch im Fall des Argentiniers Emiliano Insua stehen die Zeichen klar auf Trennung. "Es besteht der Wunsch, den Klub zu verlassen“, bestätigte Schindelmeiser die Wechselabsichten des 27-Jährigen. Konkrete Anfragen liegen vor. Besonders intensiv soll Sporting Lissabon (Portugal) um den Abwehrspieler werben. Sein Kontrakt bei den Schwaben läuft noch bis 2018.

HSV bietet für Kostic

Schon in den vergangenen Transferperioden gab es lukrative Offerten für Offensiv-Juwel Filip Kostic. Angeblich soll Schalke 04 im vergangenen Sommer 20 Millionen Euro geboten haben. Damals konnten die Verantwortlichen noch widerstehen, jetzt rückt der Abgang des Serben immer näher. Schindelmeiser spricht von "mittlerweile drei konkreten Anfragen aus dem In- und Ausland“. Kostic möchte Berichten zu Folge beim HSV anheuern. Die Verhandlungen scheinen weit fortgeschritten. Den Stuttgarter Ablöseforderungen von 15 Millionen Euro kommen die Norddeutschen mit ihrem jüngsten Angebot über insgesamt 14 Millionen Euro (inkl. Bonuszahlungen) fast nach. Schwer zu glauben, dass sich dort keine Einigung erzielen lässt. Schindelmeiser: „Wir müssen dieses Thema lösen. Je schneller es gelöst ist, desto besser.“

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