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Bestätigt: Daniel Scherning ist neuer Coach bei Arminia Bielefeld

IMAGO / PaetzelPress

Arminia Bielefeld ist auf der Suche nach einem neuen Cheftrainer fündig geworden: Ab sofort steht Daniel Scherning an der Seitenlinie. Der 38-Jährige kommt von Drittligist VfL Osnabrück, unterschrieb bis 2024 und tritt die Nachfolge des am Mittwoch freigestellten Uli Forte an. Das gab der DSC am Donnerstagvormittag offiziell bekannt.

Durchbruch am Mittwochabend

Schon im Laufe des Mittwochs hatte sich der VfL-Coach als Topfavorit bei den Ostwestfalen herauskristallisiert, zunächst hatte er aber noch abgewiegelt: "Ich bin Trainer beim VfL Osnabrück. Für mich ist Bielefeld aktuell kein Thema." Dennoch liefen zu diesem Zeitpunkt offenbar schon die Verhandlungen, ehe am Abend nach "Kicker"-Angaben der Durchbruch und die Einigung erfolgten. Bereits am heutigen Donnerstagvormittag wird Scherning erstmals das Training der Arminia leiten und am Sonntag in Heidenheim sein Debüt feiern.

"Daniel Scherning hat unser volles Vertrauen, die Trendwende zu schaffen und unsere Mannschaft zu stabilisieren", sagt Sport-Geschäftsführer Samir Arabi. "Sein bisheriges Wirken als Cheftrainer und sein Werdegang mit langjähriger Arminia-Vergangenheit geben uns die Überzeugung, die bevorstehenden Aufgaben zu lösen." Worauf Arabi anspielt: Bereits zwischen 2006 und 2015 war Scherning für die Bielefelder tätig, zunächst als Amateurspieler, dann als Scout sowie als Trainer der U23 und U19.

Über die Ablösemodalitäten ist bislang noch nichts bekannt. Da der Vertrag des 38-Jährigen beim VfL aber noch bis 2023 lief, ist eine Ablösesumme fällig geworden. Diese dürfte im Bereich zwischen 300.000 und 400.000 Euro liegen, könnte sich unter bestimmten Bedingungen aber noch erhöhen.

"Ab heute wird angepackt"

"Ich komme mit großer Zuversicht und sehr viel Lust auf diese Herausforderung zurück nach Bielefeld", sagt Scherning. Bereits in den vergangenen Jahren habe es "immer wieder zahlreiche Kontakte zum DSC Arminia und in die Stadt" gegeben, berichtet der 38-Jährige. "Ich war immer total gerne bei Arminia. Jetzt schließt sich gewissermaßen der Kreis. Und ab heute wird angepackt und hart gearbeitet, um mit Arminia erfolgreich zu sein. Ich weiß, dass es eine große Aufgabe ist, aber ich gehe es mit Überzeugung, Mut und Leidenschaft an." Nach vier Spieltagen belegt der DSC mit null Punkten den vorletzten Tabellenplatz. Entsprechend deutlich fällt die Ansage von Arabi aus: "Ich erwarte in unserer Lage von jedem, alles dem Teamgedanken unterzuordnen, um gemeinsam erfolgreich zu sein. Als Cheftrainer kommt Daniel Scherning eine besondere Bedeutung bei, Mannschaft und Trainerstab zu führen."

Erfahrung als Chefcoach in der 2. Liga kann Scherning zwar nach vorweisen, fungierte von 2017 bis 2021 aber als Co-Trainer unter Steffen Baumgart beim SC Paderborn und stieg mit dem Klub von der 3. Liga bis in die Bundesliga auf. Dabei stand der gebürtige Paderborner auch in zwei Spielzeiten der 2. Bundesliga an der Linie.

Den VfL Osnabrück übernahm Scherning im Sommer 2021 als seinen ersten Cheftrainer-Posten im Profifußball, spielte mit den Lila-Weißen in der vergangenen Saison lange um den Aufstieg mit und wurde am Ende Sechster. Derzeit belegen die Lila-Weißen mit vier Punkten aus vier Partien den zwölften Tabellenplatz. Bei der Arminia folgt Scherning nun auf Uli Forte, der am Mittwoch nach vier Niederlagen aus den ersten vier Spielen gehen musste. Das Trainerteam um  Michael Henke, Kai Hesse und Sebastian Hille (alle Co-Trainer), Torwarttrainer Marco Kostmann sowie die Athletiktrainer Niklas Klasen und Björn Kadlubowski und Video-Analyst Rafael Gameiro bleibt unterdessen bestehen.