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Bielefelds Pokal-Pflichtsieg: Druckbetankung mit Selbstvertrauen

IMAGO / foto2press

Der Fehlstart in die Zweitliga-Saison hat Bundesliga-Absteiger Arminia Bielefeld offenkundig Demut gelehrt. Der 7:1-Pflichtsieg in der ersten DFB-Pokal-Runde beim fünfklassigen Oberligisten FV Engers löste bei den Ostwestfalen sogar eher noch Selbstkritik als überschwänglichen Jubel aus.

"Können noch viel mutiger sein“

"Wir hatten eine kurze Phase, in der wir etwas ins Schwimmen gekommen sind, haben aber die richtige Antwort gegeben“, erinnerte Schlusstorschütze Robin Hack in der Neuen Westfälischen edenfalls ausdrücklich die wenige Probleme des Favoriten nach der entscheidenden 3:0-Führung und dem Anschlusstor der Gastgeber. "Wir können noch viel mutiger sein“, pflichtete sein Mannschaftskamerad Janni Serra mit Detailkritik bei: "Wir müssen sauberer und ordentlicher mit dem Ball umgehen.“

Etwas deutlicher hinterfragte Bielefelds Trainer Uli Forte nach seinem ersten Pflichtspiel-Sieg auf der Arminen-Bank die vorübergehenden Schwierigkeiten seiner Mannschaft: "Wir wussten, dass es kein Spaziergang wird. Nach dem 3:0 hatten wir einen Leistungsabfall. Die Spieler dachten vielleicht, jetzt sei es gegessen“, vermutete der Coach den Anflug eines Mentalitätsproblems.

Allzu schlecht aber wollte Forte den standesgemäß klaren Einzug in die zweite Pokal-Runde, die am 4. September (Sonntag) ausgelost wird, auch nicht reden. "Wir können zufrieden sein. Wir haben uns gegen ein sehr gut organisiertes Team durchgesetzt“, konstatierte der 48-Jährige.

Hack sieht "breite Brust“ für Gastspiel in Rostock

Hack empfand den insgesamt ungefährdeten Erfolg in der Provinz nach den Auftaktpleiten in der Meisterschaft beim SV Sandhausen (1:2) und gegen Jahn Regensburg (0:3) ganz offensichtlich vor allem als eine herbeigesehnte Druckbetankung mit Selbstvertrauen für das nächste Punktspiel am Samstag (6. August) bei Hansa Rostock: "Im Großen und Ganzen sind wir mit der Partie zufrieden. Wir können jetzt in Rostock mit breiter Brust in das Spiel gehen.“