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Bis in die Kreisliga: Der tiefe Fall ehemaliger Zweitligisten

IMAGO / Werner Otto

Für viele Vereine ist es ein großer Traum, in der 2. Bundesliga spielen zu können. Während sich Dutzende im Profifußball etablieren konnten, mussten ebenso viele den Sturz in den Amateurfußball verkraften. Manche Vereine erwischte es besonders hart: Der Alltag heißt 6. Liga oder tiefer. liga2-online.de wirft einen Blick auf die einstigen Zweitligisten, die mittlerweile aus dem Fokus gerückt sind.

Elf Klubs in der 6. Liga

Von den Mannschaften, die aktuell in der 6. Liga oder abwärts spielen, hatte der FC Remscheid mit fünf Jahren die längte Verweildauer im Bundesliga-Unterhaus. Das Tagesgeschäft heißt nun Landesliga-Niederrhein und damit 6. Liga. Mit Westfalia Herne (vier Jahre 2. Liga), der SpVgg Erkenschwick (drei Jahre) und dem DSC Wanne-Eickel (zwei Jahre) sind drei weitere Vereine in die Sechstklassigkeit abgestürzt und nun in der Westfalenliga aktiv.

Auch Borussia Neunkirchen (drei Jahre/Saarlandliga), der OSV Hannover (zwei Jahre/Landesliga Hannover), SC Charlottenburg (ein Jahr/Berlin-Liga), VfR Mannheim (ein Jahr/Verbandsliga Baden), VfB Eppingen (ein Jahr/Verbandsliga Baden), HSV Barmbek-Uhlenhorst (ein Jahr/Landesliga Hamburg) und FSV Salmrohr (ein Jahr/Rheinlandliga) teilen das Schicksal, vom einstigen Zweitligisten zum Sechstligisten abgestürzt zu sein. Die großen Zeiten sind vorbei.

MTV Ingolstadt in der A-Klasse Donau/Isar

Doch es gibt Vereine, die froh wären, "nur" vier Ligen weiter unten zu spielen. Den tiefsten Fall hat der Männer-Turn-Verein Ingolstadt erlebt. Nach vielen Abstiegen wurde 2003 beschlossen, im Juli 2004 den Erwachsenenspielbetrieb einzustellen. Zusammen mit der Fußballabteilung des ESV Ingolstadt-Ringsee wurde der FC Ingolstadt 04 – nun Drittligist – gegründet. Auf diesen wurde die Spielberechtigung übertragen. Der TSV hingegen spielt nun in der zehnten Liga, der A-Klasse Donau/Isar, und wird nostalgisch an die zwei Jahre in der 2. Bundesliga zurückdenken.

Eine Liga höher ist der VfR Bürstadt aktiv, der einst vier Jahre zweitklassig war. Die Mannschaft kickt in der Kreisliga Bergstraße, der 9. Liga. Zumindest auf dem Papier spielt der BSV 07 Schwenningen auf gleichem Niveau, ist in der Kreisliga A Schwarzwald eingegliedert und damit ebenfalls ein Neuntligist. Der 1. FC Mülheim, von 1974 bis 1976 im jetzigen Profifußball, spielt mittlerweile auch nur noch in der Kreisliga A Niederrhein und damit in der 8. Liga. Mit dem SC Herford und Rot-Weiß Lüdenscheid (beide vier Jahre) sind zwei Klubs in der Landesliga Westfalen, der siebthöchsten Spielklasse unterwegs. Auch Eintracht Bad Kreuznach – in der Landesliga Südwest – ist nach der Zweitliga-Saison 1975/76 nur noch Siebtligist.