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"Bisschen tief gestanden": Kiel erringt gute Ausgangsposition in Köln

© IMAGO / Claus Bergmann

1:0-Sieg in Köln – den ersten Schritt in der Bundesliga-Relegation hat Holstein Kiel erfolgreich hinter sich gebracht. Trotzdem bricht an der Förde jetzt keine Euphorie aus. Zu groß ist der Respekt gegenüber der Aufgabe, die noch 90 Minuten im heimischen Stadion erfordert. Bis Samstag (18 Uhr) stehen Regeneration und Defensivarbeit auf dem Programm.

Glück bei Schiedsrichter-Entscheidungen

Zwei Matchbälle in der Liga hatte Holstein Kiel vergeben, sodass die Störche ihrem Mammutprogramm noch zwei weitere Spiele anschließen müssen. Aus dem ersten Auftritt ging die Elf von Ole Werner siegreich hervor. "Man hat dem Spiel angemerkt, worum es geht", sprach der Cheftrainer anschließend über eine intensives Hinspiel in der Bundesliga-Relegation. Mit seiner ersten Ballberührung nickte Simon Lorenz die Kugel nach einer Ecke ein. "Ich bin reingekommen und habe gesehen, dass ich mich in der Mitte durchsetzen kann und das Tor frei ist. Das hat zum Glück gut geklappt", freute sich der KSV-Joker über den wichtigen Auswärtstreffer, der möglicherweise entscheidend werden kann.

Zuvor waren die Norddeutschen um die Defensive gegen den klassenhöheren Gegner bemüht. "Die Jungs haben klaren Kopf bewahrt und nicht allzu viele Fehler gemacht. Sie haben dann allerdings auch die ein oder andere Chance zugelassen, vielleicht ein bisschen zu tief gestanden", analysierte Werner das Verhalten seiner Spieler auf dem Platz über 90 Minuten. Gerade im zweiten Abschnitt zogen sich die Kieler weit zurück – hatten dafür aber in der ersten Hälfte auch viel Glück. Sowohl beim Lattentreffer von Hauke Wahl, der wohl anschließend über die Linie ging (31.), als auch beim Foulspiel von Aleksandar Ignjovski gegen Ondrej Duda, welches nur die gelbe Karte nach sich zog (45.).

"Nur den ersten Schritt gemacht"

An der Förde werden nun weitere 90 Minuten erwartet, in denen die Intensität noch einmal hoch sein wird. Cheftrainer Werner will für das Match am Samstag (18 Uhr) vor allem die Regeneration und die Defensivarbeit in den Vordergrund stellen. Dass seine Mannschaft jetzt in einem Alles-oder-nichts-Spiel nun wieder mehr Leidenschaft auf den Platz bringen konnte, als zuletzt in den Liga-Auftritten, wollte der 33-Jährige nicht stehen lassen: "Wir haben auch in den letzten Spielen mit aller Leidenschaft gespielt. Die Spiele kann man nicht miteinander vergleichen."

Dennoch freuen sich die Kieler über einen erfolgreicheren Auftritt, als zuletzt – wenn auch mit Glück und Geschick, doch das haben sich die Störche selbst erarbeitet. Doch die Anspannung bleibt groß, wie auch Lorenz betonte: "Es gibt keinen Grund, jetzt euphorisch zu sein. Wir haben nur den ersten Schritt gemacht." Der zweite soll am Samstag erfolgen.