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VfL Bochum kassiert Rückschlag in Paderborn: "Ist brutal"

IMAGO / Ulrich Hufnagel

Der VfL Bochum erwischte am Samstag einen gebrauchten Tag, unterlag beim SC Paderborn mit 0:3. Damit kassierte der Tabellenführer einen gehörigen Rückschlag im Aufstiegsrennen.

"Waren zu fahrlässig"

Dass der Ausgang der Partie verdient sei, stellte Thomas Reis nicht infrage. Lediglich über "die Höhe kann man aber sicherlich streiten, wenn man den Spielverlauf sieht", sagte der Trainer des VfL. Ist am Ende aber auch egal. Punkte hätte es ohnehin keine gegeben. "Wir wussten, dass der SCP sehr aggressiv ist und immer wieder die Läufe in die Tiefe macht", erklärte Reis, dass die Mannschaft gut auf den Gegner vorbereitet war. Doch die Umsetzung stimmte überhaupt nicht: "In vielen Situationen waren wir zu fahrlässig. Hinten haben wir mehr den Arm gehoben, als die tiefen Läufe mitzumachen."

Das nutzten die Hausherren durch Julian Justvan (36.), Sven Michel (39.) und Christopher Antwi-Adjei (73.) aus. "Die Höhe des Ergebnisses ist brutal. Das müssen wir analysieren. Die erste Hälfte war die schlechteste, die ich in dieser Saison gesehen habe", so Reis, dessen Team es durch die Niederlage verpasst hatte, den Patzer von Verfolger Hamburger SV auszunutzen. Da die Verfolger aus Fürth und Kiel coronabedingt spielfrei haben, bleibt der Vorsprung bei vier Punkten auf den Dritten aus Bayern und acht auf die Holsteiner.

Hadern mit den ausgelassenen Chancen

Keeper Manuel Riemann, der immer wieder mit seinen Vorderleuten schimpfte, sprach von der unnötigsten Niederlage, "die ich seit langem gesehen habe". Vorn sei der Anschlusstreffer "verstolpert" worden, "sonst hätte es 2:1 gestanden. Im Gegenzug macht Paderborn direkt das 3:0." Zudem hätten die Bochumer einige aussichtsreiche Chancen vergeben. "Wir hatten heute einfach nicht das nötige Matchglück. Das gehört bei 34 Spieltagen aber auch mal dazu. Obwohl wir nicht gut gespielt haben, hätten wir hier meiner Meinung nach etwas holen können", sagte der 32-Jährige.

Wieso die Mannschaft in der Defensive so arg anfällig war, konnte Maxim Leitsch nicht erklären: "Wir hatten uns vorgenommen, dass wir die Bälle hinter die Kette nicht zulassen wollen. Das konnten wir nicht ganz umsetzen, weswegen die Paderborner immer wieder zu Chancen gekommen sind – und leider Gottes auch die Tore gemacht haben." Jeder zweite Ball sei "gefühlt beim Gegner" gelandet, monierte der 22-jährige Verteidiger. Dass der VfL trotz der Chancen kein Tor gemacht habe, "ist Wahnsinn. Nichtsdestotrotz dürfen wir die drei Gegentore nicht kassieren. Wir müssen das schnell abhaken und uns auf die verbleibenden sechs Spiele konzentrieren." Weiter geht’s für das Team am kommenden Sonntag zu Hause gegen Hannover 96.