Bochum: Schwache 2. Halbzeit bringt dritte Niederlage in Folge
Noch vor drei Spieltagen stand der VfL nach zwei Siegen in Serie mit 35 Punkten auf einem guten achten Platz. Zuletzt folgten jedoch drei Niederlagen am Stück, weshalb die Bochumer nur noch auf Rang zehn stehen und sich wieder nach unten orientieren müssen.
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München kämpft Bochum nieder
Vor allem die letzte Niederlage beim TSV 1860 München war vermeidbar. Der VfL bestimmte das Spiel in der ersten Hälfte und ging durch Michael Gregoritsch verdient mit 1:0 in Führung (16.). In der Folge waren die stark verletzungsgeschwächten Bochumer das spielbestimmende Team und hätten nach Chancen von Simon Terodde (25.) und abermals Michael Gregoritsch (26. und 32.) mit 2 oder gar 3:0 in die Halbzeit gehen können. Was nach dem Seitenwechsel auf Seiten der Bochumer passierte, ist daher umso verwunderlicher. Bereits zehn Minuten nach Wiederbeginn erzielten die Sechziger den Ausgleich. Marius Wolf ließ dem schwachen Adnan Zahirovic im Laufduell keine Chance und schob zum 1:1 ein. Auch danach waren fast nur noch die Löwen am Ball und erzielten somit in quasi letzter Sekunde durch Stephan Hain das für den VfL so bittere 2:1. Die Ergebniskrise der Bochumer hält also weiter an.
Große Enttäuschung im Bochumer Lager
Dem Ergebnis entsprechend war die Enttäuschung bei den Bochumern natürlich groß: „Wir haben nur in der ersten Halbzeit richtig Fußball gespielt. In der zweiten Hälfte haben wir in der letzten halben Stunde schlecht gespielt. Der Grad der Enttäuschung liegt bei 100 Prozent“, so Cheftrainer Gertjan Verbeek nach Abpfiff, der noch mahnende Worte an die Mannschaft hinzufügte: „Es liegt an der Einstellung. Wie sehr will ich gewinnen und wie sehr will ich in der Tabelle noch so hoch wie möglich kommen.“ Tatsächlich muss sich der VfL enorm steigern, um in der Tabelle nicht noch weiter abzurutschen. Dass die Mannschaft die Qualität besitzt, hat sie in diesem Jahr bereits unter Beweis gestellt, scheint diese aber derzeit nicht vollends abrufen zu können. Am Freitag empfangen die Bochumer den Aufstiegsaspiranten aus Kaiserslautern. Eine schwere, aber nicht unmögliche Aufgabe, in der die Mannschaft ihren Trainer wieder mit einer besseren Einstellung überzeugen sollte.