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BTSV nach Derby-Sieg über dem Strich: Meyer warnt vor "dünnem Eis“

IMAGO / osnapix

Ein Derby-Sieg ist selten einfach nur normal. Für Eintracht Braunschweig war das 4:0 im Niedersachsen-Duell beim Abstiegsrivalen VfL Osnabrück allerdings in mehrfacher Hinsicht ein besonderer Triumph – nicht zuletzt durch die Rückkehr über den Strich durch drei "Comebacker".

"Konnten ein Ausrufezeichen setzen"

"Es ist schön, dass wir ein Ausrufezeichen setzen konnten", sagte Trainer Daniel Meyer nach dem "verdienten Sieg" auf der Vereins-Homepage und freute sich, "dass die Jungs in der Kabine etwas ausgelassener sein können". Grund zur Freude hatte das gesamte Braunschweiger Lager natürlich vor allem durch den Sprung auf den ersten Nicht-Abstiegsplatz. Immerhin drei Punkte beträgt der Vorsprung der Löwen nach nur einer Niederlage aus den inzwischen sieben vergangenen Begegnungen auf die nun auf den Relegationsrang abgestürzten Gastgeber.

Meyers Zufriedenheit hatte jedoch über Wiedergutmachung der vorherige Auswärtspleite gegen den FC St. Pauli hinaus noch weitere Gründe. Bei seiner Rückkehr auf die Bank nach Ablauf seiner Corona-Quarantäne bewies der Coach auf Anhieb ein glückliches Händchen durch die Nominierung von Suleiman Abdullahi und Martin Kobylanski für die Startelf, denn beide schnürten bei ihrer Jahrespremiere in der Anfangsformationen einen Doppelpack und avancierten damit zu den umjubelten Matchwinnern der Eintracht.

"Mich freut es für die Mannschaft. Ich glaube, das ist der Weg, und den gehen wir auch gemeinsam, rückte Kobylanski trotz seiner zwei Tore (51., Foulelfmeter und 66.) den Mannschaftserfolg in den Vordergrund. Natürlich mochte der Deutsch-Pole eine gewisse Genugtuung aber auch nicht verhehlen: "Sicher war es frustrierend, die vergangenen Wochen etwas weniger zum Zuge gekommen zu sein. Ich glaube, das war die perfekte Antwort, die wir als Team und auch ich persönlich geben konnten."

Fejzic: "Spielen richtig gute Rückrunde“

Meyer lobte derweil selbstverständlicherweise auch Kobylanskis Doppelpacker-Kollegen Abdullahi (11. und 56.): "Er hatte in den vergangenen Monaten keine allzu leichte Zeit und viel Kritik einstecken müssen", sagte der 41-Jährige und betonte den "entscheidenden Beitrag" des Leihstürmers von Bundesligist 1. FC Union Berlin zum wichtigen Erfolg an der Bremer Brücke.

Braunschweigs Torhüter Jasmin Fejzic sah unterdessen das Momentum im Kampf um den Klassenerhalt aufseiten seiner Mannschaft. "Wir spielen seit dem Jahreswechsel eine richtig gute Rückrunde. Das war unser achtes Spiel zu null und unser höchster Saisonsieg und ein bisschen auch ein Verdienst für unsere ganze Arbeit im Training, in dem wir uns immer zerreißen", meinte der Schlussmann zum positiven Trend des Aufsteigers.

Eine Fortsetzung hält Meyer allerdings nicht für einen Selbstläufer. Umso eindringlicher mahnte Braunschweigs schon für das bevorstehende Duell am Freitag mit Bundesliga-Absteiger SC Paderborn erneut eine hochkonzentrierte Vorstellung an: "Wir wissen, dass wir uns noch auf ganz dünnem Eis bewegen."