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Bremen vor Nordderby: "Bei aller Emotionalität Aufgaben nicht vergessen“

© IMAGO / Nordphoto

Werder Bremen fiebert dem Derby am Samstag gegen den Nordrivalen Hamburger SV entgegen. Trainer Markus Anfang bemüht sich in der Vorbereitung allerdings vorrangig um eine Balance von notwendiger Motivation und Fokussierung.

"Es gibt nur die normale Punktzahl“

"Dass wir solche Spiele haben, dafür lieben wir den Fußball. Es gibt aber trotzdem nur die normale Punktzahl. Es ist wichtig, dass du bei aller Emotionalität deine Aufgaben nicht vergisst und handlungsorientiert bleibst“, machte der Coach auf der Pressekonferenz seine Erwartung an seine Spieler klar.

Zugleich aber sollen die Grün-Weiß Kapital aus der aufgeladenen Atmosphäre im Weserstadion schlagen. "Flutlichtspiele in dieser Atmosphäre haben etwas Besonderes. Auch aus dem Umfeld merken wir, was für ein wichtiges Derby das ist. Diese positive Energie, die dann in unserem Stadion entsteht – da müssen wir es schaffen, den Funken überspringen zu lassen. Das können wir nutzen und mitnehmen“, sagte der 47-Jährige.

Nach zuletzt sieben Punkte aus den drei Spielen ohne Gegentor seit der 1:4-Heimpleite gegen den SC Paderborn wollen die Gastgeber erneut durch eine stabile Defensive den Grundstein zum erhofften Erfolg und damit auch zur Festigung ihrer Platzierung in der Spitzengruppe legen. Die Marschroute begründet Anfang mit simpler Fußball-Logik: "Wir wollen alle gegen den Ball arbeiten und die Null weiterhin halten. Wenn wir kein Gegentor bekommen, können wir mit einer Aktion nach vorne das Spiel entscheiden.“

Fragezeichen hinter Ducksch und Co.

Personell muss der Coach jedoch möglicherweise improvisieren. Hinter den Einsätzen von Marvin Ducksch, Mitchell Weiser, Eren Dinkci und Kapitän Ömer Toprak standen vor den letzten Trainingseinheiten jedenfalls wegen kleinerer Beschwerden oder leichter Erkrankungen noch Fragezeichen. Anfang hoffte allerdings, "dass sich der eine oder andere Spieler noch zurückmeldet“.

Zwischen den Pfosten wird trotz der Genesung des etatmäßigen Stammkeepers Jiri Pavlenka voraussichtlich wieder Michael Zetterer stehen. "Michael Zetterer hat seine Leistung gebracht, aber Jiri Pavlenka ist auch ein top Torhüter, der nur unverschuldet durch seine Verletzung in die Situation geraten ist. Es ist ein fairer Konkurrenzkampf, und 'Zetti' hat gefühlt die Nase vorn, aber man kann nie von einer klaren Eins oder Zwei sprechen, beschrieb Anfang die "schwierige Situation“ in Bremens Torhüter-Abteilung.

Seine Feldspieler schwor der gebürtige Kölner auf die Hamburger Stärken ein. "Der HSV ist eine Mannschaft mit einem sehr intensiven Spielstil. Sie machen viele Positionswechsel, zeigen fußballerische Lösungen auf und spielen Doppelpässe – das wird für uns eine große Herausforderung. Mit der Intensität und den Zweikämpfen wird es ein umkämpftes Spiel werden.“