Brisanz-Duell in Rostock: Schultz erwartet hitzige Partie
Der FC St. Pauli befindet sich im Aufstiegskampf vor den entscheidenden Wochen in der Pole-Position. Am Samstag steht der Kiezklub vor einer schweren Hürde. Das Team von Trainer Timo Schultz fährt zum F.C. Hansa Rostock, der zuletzt einige Favoriten ärgerte. Aufgrund des Derbycharakters bietet die Partie mächtig Brisanz. Die Polizei stellt sich auf Krawalle ein. Der Trainer sieht sein Team jedoch gut gerüstet.
"Sportliche Rivalität sollte im Vordergrund stehen"
Am Samstag kommt es in der 2. Bundesliga zu einem spannenden Kräftemessen. Aufsteiger Hansa Rostock bittet den Tabellenführer FC St. Pauli zum Nord-Derby. Während die Hamburger die Tabellenführung weiter ausbauen wollen, kann die Mannschaft von Trainer Jens Härtel einen wichtigen Schritt im Abstiegskampf machen. In den vergangenen Jahren wurde die Partie meist hitzig geführt. St. Pauli-Trainer Timo Schultz stellt sich dementsprechend auf einen "heißen Tanz" ein. Der 44-Jährige ist jedoch davon überzeugt, dass die Emotionen seine Elf nicht negativ beeinflussen werden.
"Als Mannschaft haben wir im Laufe der Saison eine Entwicklung genommen", sagt Schultz auf der Homepage des FC St. Pauli und verweist auf den Erstrunden-Sieg im DFB-Pokal beim 1.FC Magdeburg (St. Pauli gewann 3:2): Damals war es ein ähnlicher Hexenkessel. In dieser Begegnung "haben wir es geschafft, uns so zu wehren, dass wir den Platz als Sieger verlassen können". Die Anstoßzeit um 20.30 Uhr wird von vielen kritisiert. Schon jetzt bereitet sich die Polizei auf mögliche Krawalle vor. Schultz findet die Uhrzeit jedoch optimal: "Das ist wie gemalt. Die sportliche Rivalität sollte im Vordergrund stehen."
Fast alle einsatzbereit
Schwierig gestaltet sich indes die Vorbereitung. Der Platz in Hamburg ist zur Zeit schneebedeckt. Schultz erwartet daher kein reguläres Training. Personell kann er dafür aus dem Vollen schöpfen. Nahezu der komplette Stammkader hätte "positives Feedback gegeben". Alle Länderspielfahrer meldeten sich fit. Auch Top-Spieler Daniel Kofi-Kyereh, der sich mit Ghana für die WM qualifizierte, wird aller Voraussicht nach im Kader sein. "Ich gehe davon aus, dass er in Rostock dabei ist und auch auf dem Rasen stehen wird", zeigt sich Schultz optimistisch.
Verzichten muss der Pauli-Trainer neben den Langzeitverletzten jedoch auf Eric Smith. Der Sechser zog sich im Training eine Wadenverletzung zu. "Er wird uns ein paar Wochen fehlen", sagt Schultz. Der ehemalige SV Werder Bremen-Profi gibt die Hoffnung nicht auf, "dass er zum Saisonende wieder eingreifen kann". Als Ersatz käme Jackson Irvine in Frage. Allerdings konnte der Australier zuletzt nur Lauftraining absolvieren. "Wir werden extrem vorsichtig sein und gucken bei ihm heute, was Sinn macht und was wir verantworten können", möchte sich Schultz noch nicht festlegen. Er verwies darauf, dass mit Afeez Aremu und Rico Benatelli zwei Spieler bereitstünden: "Beide können die Position hervorragend ausfüllen."