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"Brutal starke Leistung": FCK scheidet trotz Traumtor aus

IMAGO / Thomas Frey

Das war denkbar knapp: Der 1.FC Kaiserslautern ist nach einer starken Leistung aus dem DFB-Pokal ausgeschieden. Die Pfälzer verloren die Erstrundenpartie gegen den SC Freiburg mit 1:2 nach Verlängerung. Ein Traumtor von Marlon Ritter ließ die Fans lange hoffen.

"Haben Freiburg alles abverlangt"

Im Normalfall gratuliert man nach Fußballspielen nur den Gewinnern. Doch Kaiserslauterns Trainer Dirk Schuster nahm nach der Erstrundenpartie gegen den Europapokal-Teilnehmer SC Freiburg zahlreiche Glückwünsche entgegen. Sein Team hatte zwar das Erstrundenspiel mit 1:2 gegen den hohen Favoriten  verloren, dabei aber eine starke Leistung gezeigt.  Der Coach wusste hingegen nicht so recht, ob er lachen oder weinen sollte: "Ich bin brutal stolz auf die Leistung, die wir abgerufen haben. Wir haben Freiburg alles abverlangt." So müsse seine Mannschaft nun in auch in den kommenden Partien auftreten , auch wenn es "ein scheiß Gefühl" sei, das Spiel verloren zu haben, so der 54-Jährige.

Wäre Kaiserslautern als Sieger vom Platz gegangen, die Freiburger hätten sich nicht beschweren dürfen. In weiten Phasen des Spiels war der Erstligist zwar feldüberlegen, doch die Roten Teufel wehrten sich tapfer und setzten immer wieder Nadelstiche. Schuster hatte nicht nur ein Lob für seine Spieler, sondern auch für den Anhang übrig: "Hut ab, wie wir hier wieder unterstützt wurden. Was unsere Fans wieder an Lautstärke auf den Berg gebracht haben, das war gigantisch. Danke an unsere Fans!"

Traumtor durch Marlon Ritter

Die Zuschauer hatten gleich zu Beginn der Partie Grund zum Jubeln. Marlon Ritter sah, dass Freiburgs Torwart Mark Flekken zu weit vor dem Tor stand und hielt einfach mal aus 50 Metern drauf. Der niederländische Nationaltorwart kam zwar noch mit den Fingerspitzen an den Ball, konnte jedoch den Einschlag nicht verhindern. Später verriet Ritter, dass diese Aktion durchaus geplant war: "Unser Torwarttrainer Andreas Clauß hat uns vor einigen Tagen gesagt, dass der Freiburger Torwart extrem weit vor dem Tor steht und wir einfach mal versuchen sollen, abzuziehen, wenn wir den Ball haben."  Seinen Treffer wollte er jedoch "nicht überbewerten". Und auch zum Feiern war ihm eher weniger zum zu Mute: "Wir sind extrem enttäuscht, denn wir haben über 120 Minuten gut dagegen gehalten und gegen einen starken Bundesligisten wenig Chancen zugelassen."

Eine große Feier hätte es wohl gegeben, wenn zumindest eine der vielen Chancen von Terrence Boyd dring gewesen wäre. Mehrfach hatte der Stürmer das 2:0 auf dem Schlappen. Doch der Ball wollte einfach nicht über die Linie. "Ich habe mehrere Chancen das 2:0 zu machen, dann wäre der Deckel drauf gewesen", zeigte sich der Ex-Hallenser nach der Partie selbstkritisch. Stattdessen schlug Freiburg eiskalt zu. Beim 1:1 in der 82. Minute war die Lauterer Abwehr nicht eng genug beim Freiburger Nils Petersen, der das Leder zum Torschützen Roland Sallai lenkte. Danach schwanden zunehmend die Kräfte und Kaiserslautern bot mehr räume an. Doch für Freiburg musste ein Geniestreich von Doan her, der in der 111. Minute den Ball über die Mauer ins rechte Eck beförderte. Klar dürfte sein, dass der FCK in dieser Verfassung im Ligaalltag nichts mit dem Abstieg zu tun haben dürfte.