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BTSV bedauert Pokal-Aus: "Wäre mehr möglich gewesen"

© imago images / regios24

Borussia Dortmund strauchelt in die Winterpause und beinahe hätte Eintracht Braunschweig davon profitiert. In einem intensiven Pokalduell lieferte der vermeintliche Außenseiter aus dem Zweitliga-Tabellenkeller eine ansprechende Leistung, aber das Matchglück fehlte den Niedersachsen einmal mehr. Am Ende überwog deshalb Bedauern.

Aluminium verhindert BTSV-Glück

"Wir haben heute einen guten Pokalfight geliefert", hielt BTSV-Cheftrainer Daniel Meyer nach der 0:2-Niederlage gegen Top-Favorit Borussia Dortmund fest. Doch der strauchelnde Vizemeister war längst nicht so überlegen, wie es vor der Partie zu erwarten war. Ein früher Treffer von Mats Hummels nach einem Freistoß und die späte Entscheidung durch Jaden Sancho in der Nachspielzeit gegen den Tabellen-14. der 2. Bundesliga, der die schlechteste Abwehr der Liga präsentiert, waren sinnbildlich für die Schwächephase des Bundesligisten – und dazwischen spielte Eintracht Braunschweig durchaus mit.

In der Anfangsphase der Partie liefen die BTSV-Akteure durchaus hinterher, die Angst vor dem Debakel war allerdings schnell vergessen. "Als wir die Bälle besser behauptet haben, konnten wir ordentliche Umschaltsituationen kreieren und immer wieder Nadelstiche setzen", lobte Meyer die Herangehensweise seiner Mannschaft, der das nötige Quäntchen Glück wieder einmal fehlte. Eine Möglichkeit von Marcel Bär scheiterte am Aluminium. Der Angreifer stocksauer: "Der Lattentreffer wurmt mich noch extrem. Normalerweise kann ich sowas immer schnell abschütteln, aber heute nervt es mich brutal."

"Es ist schade"

Statistisch waren die Dortmunder überlegen, das verwunderte nicht. Aber der BTSV glaubte bis zum Schluss an das Wunder, weil der BVB den Sack zu keinem Zeitpunkt zumachte: "Wir waren bis in die Nachspielzeit in der Lage, nochmal zurückzuschlagen und noch die Sensation zu schaffen und die Begegnung in unsere Richtung kippen zu lassen." Dementsprechend konnte Cheftrainer Meyer auch nachvollziehen, dass sein Team "zurecht ein stückweit enttäuscht" vom Ergebnis gegen den haushohen Favoriten war.

"Ich glaube schon, dass heute mehr möglich gewesen wäre", betonte BTSV-Kapitän Martin Kobylanski stellvertretend für das Team. Trotzdem müssen die Niedersachsen jetzt das Positive aus dem ungleichen Duell mitnehmen: "Es ist schade, aber wir haben trotzdem ein gutes Spiel gemacht. Wir haben jeder für den anderen gekämpft, waren griffig und haben alles aus uns rausgeholt." Nach einer kurzen Winterpause geht es für den BTSV schon am 3. Januar (13:30 Uhr) in Aue weiter. Dort muss die Eintracht an die Pokalleistung anschließen, um sich Luft im Abstiegskampf zu verschaffen.