BTSV erstmals zu Null: Defensive nun Prunkstück statt Achillesferse
Der BTSV setzt seinen erfolgreichen Lauf fort. Im Aufsteigerduell mit dem 1. FC Magdeburg holten sich die Braunschweiger einen 2:0-Sieg und stehen damit vorläufig im gesicherten Mittelfeld der Tabelle. Besonders die Defensive, die zu Saisonbeginn als Achillesferse galt, ist nun ein Erfolgsgarant.
"Hinten extrem gut gemacht"
Die Sorge um die Eintracht war groß, als die Niedersachsen nach sechs Spieltagen schon 15 Gegentore zählten. Seitdem hat sich jedoch eine Erfolgsserie für die Schiele-Elf eingestellt - und beim 2:0-Sieg in Magdeburg gab es auch zum ersten Mal die Weiße Weste für BTSV-Keeper Jasmin Fejzic. "Wir haben über 90 Minuten eine sehr fokussierte Defensivleistung an den Tag gelegt und viele Zweikämpfe gewonnen. Die drei Punkte nehmen wir gerne mit, ich bin absolut stolz, weil es ein super Spiel war", freute sich Cheftrainer Michael Schiele nach Abpfiff umso mehr. Zumal das Duell der Aufsteiger hart umkämpft war.
"Wir haben viel einstecken müssen, es war ein hartes Spiel auf beiden Seiten", so Schiele. Entsprechend ging es zunächst ohne Tore in die Kabinen, ehe Braunschweig etwas besser wieder herauskam. "Wir sind sehr gut aus der Kabine gekommen zu Beginn der zweiten Halbzeit und machen mit der zweiten Chance gleich das Tor", durfte der BTSV dann früh jubeln. Doch nicht nur der Treffer, sondern auch die konzentrierte Arbeit in der Abwehr sorgte für den Sieg, wie auch Robin Krauße fand: "Ich hatte das Gefühl, wenn wir das erste Tor schießen, gewinnen wir. Heute haben wir das erste Mal zu null gespielt, das war sehr wichtig. Die Jungs haben es hinten extrem gut gemacht."
Pokalspiel gegen Wolfsburg wartet
So hält der Braunschweiger Lauf an - mit vier Siegen und zwei Unentschieden aus den letzten sechs Spielen steht der BTSV gemeinsam mit dem SV Darmstadt 98 an der Spitze der Formtabelle. "Ich glaube, wir haben in den letzen Wochen an Selbstvertrauen dazu gewonnen. Wir verteidigen einfach gut, das ist schwierig für den Gegner", erklärte dementsprechend auch Shootingstar Immanuel Pherai, der dieses Mal nicht direkt an einem Treffer beteiligt war. In der Nachspielzeit drückte stattdessen Bryan Henning eine Vorlage von Anton Donkor über die Linie.
Aber Pherai wäre beim ersten Treffer - einem Eigentor von FCM-Kapitän Amara Condé - zur Stelle gewesen. "Ich glaube, hätte Conde den Ball nicht berührt, hätte ich ihn selbst reingeschossen. Am Ende zählt aber nur, dass der Ball reingeht", so der zuversichtliche Niederländer. Im Fokus stand für den 21-Jährigen aber auch die Gesamtleistung, die der BTSV zurzeit zeigt: "Wir stehen defensiv sehr gut, bekommen weniger Gegentore und spielen einfach gut Fußball." Das zahlt sich aus, denn mit 15 Punkten sind die Braunschweiger nun im Mittelfeld der Tabelle angekommen. Der Vorsprung zur Gefahrenzone beträgt nun fünf Zähler, am Dienstag (20:45 Uhr) geht es im DFB-Pokal erst einmal gegen den VfL Wolfsburg weiter.