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BTSV findet beim wichtigen Heimsieg neues Mittelfeld-Herzstück

IMAGO / regios24

Eintracht Braunschweig kann doch noch gewinnen! Mit einem 2:0-Heimsieg gegen Jahn Regensburg "stieß der BTSV den Bock um" und bleibt den in letzten Tabellendrittel besser platzierten Mannschaften dicht auf den Fersen. Mit der defensiv und offensiv gebotenen guten Leistung auf dem Platz, bei  der auch ein neues Herzstück im Mittelfeld überzeugte, geht das Team von Trainer Meyer nun optimistischer in die entscheidende Saisonphase.

Rückenwind nach zwei Toren tat der Eintracht gut

"Wir haben Situationen, in denen wir ganz klar in der Pflicht stehen und punkten müssen", brachte es BTSV-Trainer Meyer vor dem Spiel auf den Punkt. Die unglücklichen Niederlagen der letzten Zeit beim Heim-Derby gegen Hannover und beim Auswärtsspiel in Bochum hatten sehr viel Unruhe in das Umfeld des Vereines gebracht. Der Coach, der es aber die letzten Wochen nie müde wurde, öffentlich sein immer noch großes vorhandenes Zutrauen in die Mannschaft zu kommunizieren, wurde durch die von seinem Team gebotene Leistung im Eintracht-Stadion eindrucksvoll bestätigt.

"Das war ein hartes Stück Arbeit", sagte ein glücklicher Meyer nach dem Spiel. "Wir haben uns die drei Punkte besonders durch unser Auftreten in der zweiten Halbzeit redlich verdient. Der Rückenwind nach den beiden Toren tat uns gut!" Meyer zielte dabei besonders auf die sicheren Defensiv-Leistungen und die guten Umschalt-Situationen ab, die die Löwen nach der komfortablen Führung boten und nie das Gefühl aufkommen ließ, dass der BTSV wirklich noch einmal in Gefahr geraten könnte. Auch die schon zum Déjà-vu gewordenen individuellen Fehler wurden beim BTSV als Gast-Geschenk diesmal nicht gemacht, auf die der Jahn vielleicht noch in der Schlussphase des Spiels gehofft hatte.

Neues Mittelfeld-Trio als Schaltzentrum 

Beim Rückblick auf dieses für den ganzen restlichen Saison-Ablauf für Eintracht Braunschweig vielleicht wichtigstem Spiel sollte nicht vergessen werden, dass dem BTSV-Coach auch erstmalig seine Wunschformation in Innenverteidigung und zentralem Mittelfeld zur Verfügung stand. Der neue lautstarke und umsichtige Abwehr-Chef Behrendt hatte mit Diakhité einen nicht nur durch körperliche Präsenz den Gegner beindruckenden Nebenmann. Der ehemalige Erstliga-Spieler aus Portugal scheint in Braunschweig nach Eingewöhnungsphase angekommen zu sein und beschränkte sich nicht nur auf das Abwehrspiel, sondern zeigte immer wieder Spiel-Intelligenz im Spielaufbau und bereitete sogar Nikolaous 1:0-Führungstreffer vor.

Nikolaou, neuer Kapitän der Eintracht, war durch die Neu-Ausrichtung der Innenverteidigung zusammen mit dem vormaligen Abwehrchef Wydra für das defensive Mittelfeld frei geworden: Saison-Debüt! Meyers Wunsch-Sechser harmonierten dabei prächtig als Mittelfeld-Herzstück mit Achter Felix Kroos zusammen. Teilweise gab es sehr schöne Kombinationen und endlich mehr Ballsicherheit in Braunschweigs Mittelfeldspiel. Nikolaou erzielte dabei selbst ein Tor, Wydra bereitete nach kurz gespieltem Freistoß von Kroos mit sehenswertem Zuspiel auf Mittelstürmer Proschwitz das zweite Tor vor. Allerdings darf der Gewinn der drei Punkte in diesem Spiel keine "Eintagsfliege" bleiben – das ist auch Nikolaou klar. "Jetzt kommen die Spiele wie das nächste in Nürnberg, in denen wir unbedingt nachlegen wollen und auch können!"