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BTSV will den Druck fernhalten: "Bewegen uns am absoluten Maximum"

© IMAGO / Hübner

Der SV Sandhausen erhöhte am Donnerstagabend den Druck im Abstiegskampf, doch selbigen will Eintracht Braunschweig mit einem eigenen Erfolg gegen Aue wieder an die Konkurrenz weitergeben. Dafür will Cheftrainer Daniel Meyer zum Ende der Englischen Woche das Maximum aus seinem Kader herausholen. Das ist nicht immer einfach, wie der Coach betonte.

"Kräfte gespart und sauber durchgekommen"

Brian Behrendt (Muskelfaserriss), Niko Kijewski (Aufbautraining) und Nico Klaß (Erkältung) stehen dem BTSV am Freitagabend gegen Aue (18:30 Uhr) nicht zur Verfügung. Der Rest ist einsatzfähig, wie der BTSV-Coach erfreut mitteilen konnte: "Vor Aue haben wir nun das Maximum von dem, was der Kader von der Verletzungssituation hergibt, zur Verfügung." Angesichts der Englischen Woche war das für den 41-Jährigen keine Selbstverständlichkeit, normalerweise wäre die Trainingsbelastung und -dosierung in der Vorbereitung eine andere gewesen. Doch Meyer fühlte sich in seinen Entscheidungen sicher: "Durch die Rotation haben wir Kräfte gespart und konnten auch die vorverwarnten Jungs sauber durchbekommen, sodass sie in diesem wichtigen Heimspiel jetzt bereit stehen."

Den Fans, wie sicherlich auch dem Verein, stößt jedoch die 0:3-Niederlage in Fürth noch bitter auf. Gleichzeitig drängt der SV Sandhausen vom direkten Abstiegsplatz nach oben. "Wir haben schon ein paar Mal den Druck zu den Konkurrenten geschoben", versicherte Meyer, dass es dem BTSV mit einem eigene Sieg wieder gelingen würde, sich aus den Fängen des Abstiegsstrudels zu befreien. Dazu soll das Team wieder alles geben, doch "viel mehr ist nicht möglich, wir bewegen uns am absoluten Maximum". Offensiv, wie defensiv, muss der BTSV trotzdem auf der Höhe sein.

Verweis auf jüngste Erfolgsquote

"Zu alldem kommt noch hinzu, dass wir ein Aufsteiger sind", führte Meyer als Argument weiterhin an und verdeutlichte im Detail: "Wir können nicht einfach unser Ding durchziehen, sondern müssen immer gucken, dass wir gute Lösungen und in unserem taktischen Ansatz Möglichkeiten finden, den Gegner zu überraschen." In den letzten Wochen war dem BTSV dies überwiegend gelungen, die deutliche Pleite gegen Fürth soll ein Ausrutscher bleiben. "In den nun vergangenen neun Spielen haben wir nur bei den beiden besten Rückrundenmannschaften verloren", verwies Meyer darauf, dass die Richtung des BTSV zuletzt stimmte.

Trotzdem folgt immer wieder der Unmut der eigenen Anhänger, des öfteren geht es um das Personal. "Von außen wird manchmal ein bisschen kolportiert, dass wir das auswürfeln. Dem ist natürlich gar nicht so", verteidigte Meyer seine Startelf-Auswahl, die er von Spieltag zu Spieltag auch zum Gegner anpasst. Trotz aller Überlegungen gesteht der Coach aber auch Schwachstellen im Kader insgesamt ein: "Wir sind auf manchen Positionen sicherlich nicht so stark besetzt, wie es eigentlich sein müsste, vor allem in Sachen Quantität." Gegen Aue forderte der Übungsleiter trotzdem das Maximum seiner Mannschaft, denn der Spielraum für weitere Ausrutscher ist begrenzt.