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BTSV zieht sich freiwillig aus dem Landespokal zurück

© imago images / Nordphoto

Diesen Titel wollen sich die Braunschweiger nicht holen: Nach dem Aufstieg in die 2. Bundesliga zieht sich der Klub aus dem Landespokal des niedersächsischen Fußballverbandes freiwillig zurück. Dort wäre die Eintracht im Halbfinale gegen den TSV Havelse aus der Regionalliga angetreten.

BTSV tritt nicht an

Mit dem Aufstieg sicherte sich Eintracht Braunschweig bereits das Ticket fürden DFB-Pokal, ein Gewinn des Landespokals wäre für die Niedersachsen dementsprechend nur eine Zierde. Vor der Austragung des Halbfinals zwischen Braunschweig und dem TSV Havelse wurde der Wettbewerb wegen der Corona-Pandemie unterbrochen, nun soll er fortgesetzt werden. Dann aber ohne den BTSV. "Die Ausgangssituation hat sich vor der Wiederaufnahme des Wettbewerbs deutlich verändert", verkündet Sportdirektor Peter Vollmann auf der Homepage der Blau-Gelben den freiwilligen Rückzug aus dem Landespokal.

Beigeschmack für Oldenbrug und Rehden

Den anderen beiden Halbfinalisten, Oldenburg und Rehden, wird die Entscheidung vermutlich nicht gefallen: Havelse würde nach aktuellem Stand per Freilos ins Finale einziehen. Die Chancen auf eine Teilnahme des DFB-Pokals sinken somit für die Nicht-BTSV-Gegner. Dabei hat Vollmann nur sportliche Fairness im Sinn, können sich die Braunschweiger doch dank des Zweitliga-Aufstiegs ungleichmäßig gegenüber den Regionalligisten verstärken: "Nach dem feststehenden Aufstieg haben wir bereits einige Neuzugänge mit Blick auf die 2. Bundesliga verpflichtet und werden unsere Mannschaft bis zum Saisonstart noch weiter verstärken. Somit hat sie ein völlig anderes Gesicht und eine andere Qualität, als im April."

Für die beiden Halbfinalisten, die möglicherweise auf einen Sieg der Braunschweiger gegen Havelse gesetzt haben, bleibt dennoch ein fader Beigeschmack – der direkte Konkurrent des BTSV wird sich dagegen freuen können, denn ihre Chance auf die Pokalteilnahme steigen dadurch. Im Endeffekt haben es nun aber alle drei verbliebenen Teams selbst in Hand.