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"Damit müssen wir leben": Trares' Schiedsrichterkritik nach FWK-Pleite

© imago images

Nach dem ersten Saison-Dreier gegen Hannover setzte es für die Würzburger Kickers im Duell mit Regensburg wieder eine Pleite. FWK-Trainer Bernhard Trares zog nach Spielende ein gemischtes Fazit – und erkannte im Schiedsrichter einen der Schuldigen für die Niederlage.

Rote Karte bringt FWK auf die Verliererstraße

Eigentlich wähnten die Würzburger Kickers das Momentum vor der Partie in Regensburg auf ihrer Seite. Immerhin hatte es in der Vorwoche endlich mit dem ersten Saisonsieg geklappt. Und tatsächlich schnupperten die Franken auch im bayerischen Duell lange an einem Punktgewinn – ehe eine rote Karte den FWK ins Hintertreffen brachte. Es lief die 66. Spielminute als Niklas Hoffmann Gegenspieler Wekesser mit der Hand im Gesicht erwischte und von Schiedsrichter Florian Heft vom Platz gestellt wurde. "Alle haben mir bestätigt, dass es viel zu hart war", ärgerte sich Kickers-Trainer Trares noch auf der Pressekonferenz und fügte an: "Ich finde es schade, dass man dann nicht an den Schirm geht und nochmal drüber schaut."

So wurde es schwierig für Würzburg, das sich zum Zeitpunkt des Platzverweises gerade so richtig in die Partie gekämpft hatte. Bis zur Schlussphase hielt die Trares-Elf stand, dann besorgten Beste (83.) und Stolze (88.) einen Doppelpack für Regensburg. Die Kickers gaben sich nicht auf, kamen in Unterzahl jedoch nur noch zum Anschlusstreffer durch Hansen (90.+2). Das Gefühl der Niederlage kennt man beim FWK in dieser Saison zwar gut, zu schätzen wissen es die Kickers deswegen aber noch lange nicht – der Trainer trauerte den verlorenen Punkten gerade auch aufgrund des Spielverlaufs nach. "Durch unseren Kampf und die Investitionen, die wir geführt haben, hätte es natürlich gutgetan. Und unterm Strich wäre es dann vielleicht auch gar nicht unverdient gewesen."

"Müssen uns den Respekt wieder erarbeiten"

Besonders bitter stieß Bernhard Trares die Leistung des Unparteiischen auf. Der Würzburger Cheftrainer erkannte gar allgemeine Benachteiligungen gegen sein Mannschaft. "Es ist eine normale Sache, wenn du hinten stehst, dass du dann vielleicht die ein oder andere Entscheidung noch gegen dich bekommst. Und damit müssen wir leben, das ist eben so. Wir müssen uns den Respekt wieder erarbeiten – dass wir dann vielleicht auch mal eine Entscheidung für uns kriegen." Wie der Weg zu mehr Respekt für den Tabellenletzten aussehen soll, wusste Trares bereits: "Wir müssen kämpfen, arbeiten, uns Stück für Stück verbessern."