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Darmstadt lässt abreißen: "Hätten noch zehn Stunden kein Tor erzielt“

© imago images / Jan Huebner

Die "Lilien“ verblühen: Durch die 0:3-Pleite bei Jahn Regensburg hat Darmstadt 98 im Rennen um die Aufstiegsplätze vorläufig abreißen lassen müssen. Umso mehr ärgerten sich die Hessen angesichts einer ungenutzten Überzahl und eines vergebenen Strafstoßes über die verpasste Chance auf zählbare Ausbeute.

"Vieles gut und richtig gemacht“

"Wir hätten noch zehn Stunden weiterspielen können, aber vermutlich trotzdem kein Tor erzielt“, fasste Trainer Dimitrios Grammozis auf der Vereinshomepage den gebrauchten Tag seines Teams frustriert zusammen und haderte mit der zweiten Begegnung in Folge ohne Sieg: "Das Ergebnis spiegelt den Spielverlauf nicht wider. Wir haben vieles gut und richtig gemacht.“

Besonders trauerte Grammozis der Fahrkarte von Tobias Kempe vom Elfmeterpunkt (66.) kurz nach dem Platzverweis für den Regensburger Erik Wekesser (57.) nach: "Der Elfmeter hätte uns in Überzahl nochmal in die Karten spielen können. Dann hätten wir bei noch 30 zu spielenden Minuten die Möglichkeit gehabt, einen Punkt mitzunehmen“, meinte der Coach.

Vor allem aufgrund einiger positiver Aspekte in seiner Mannschaft: "Wir haben Torchancen kreiert und den Regensburgern wenig Raum gegeben“, lobte der Ex-Profi und bescheinigte seiner Elf auch nach dem 0:2 noch eine gute Einstellung: "Die Jungs haben einfach weitergemacht.“

Auch seine Spieler wollten sich nur schwerlich mit dem womöglich schon entscheidenden Dämpfer im Kampf um die Rückkehr in die Bundesliga abfinden. "Regenburg“, sagte Serdar Dursun trotz des klaren Resultates, "hatte das Quäntchen Glück, das uns gefehlt hat.“ Sein Kollege Fabian Holland befand, dass "wir über 90 Minuten hinweg spielerisch gut in der Partie waren“.

Holland: "Gegentore waren zu einfach“

Allerdings analysierten Dursun und Holland auch ehrlich die Schwächen. Die Platzherren seien "die cleverere Mannschaft“ gewesen, sagte Dursun, während Holland ausführlich bilanzierte: "Wir waren in entscheidenden Situationen nicht wach und vorne nicht zielstrebig genug. Die Gegentore waren zu einfach, du offensiv hat bei den letzten Pässen und den Abschlüssen immer irgendetwas gefehlt.“

Grammozis, der besonders beim ersten Gegentreffer Fehler feststellte ("Das verteidigen wir nicht gut“) richtete den Blick unterdessen schon auf die anstehende Begegnung am kommenden Sonntag gegen Hannover 96: "Wir müssen das Spiel abhaken, analysieren und uns auf das nächste Duell vorbereiten.“