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Darmstadt sucht in offenem Brief nach zwei Becherwerfern

Zwei Fans des SV Darmstadt 98 hatten beim Heimspiel gegen den FC Erzgebirge Aue (1:0) am 11. Spieltag ihre Bierbecher in Richtung des Schiedsrichters geworfen, was eine Strafe von 1000 Euro für die Lilien nach sich zog. Die suchen nun in einem offenen Brief nach den Übeltätern und setzen auf deren Ehrlichkeit.  

Becherwurf kostet den Verein 1 000 Euro 

"Gude ihr beiden, beim Freitagsspiel gegen Aue standet Ihr im Block G2 auf der Gegengerade. Kurz vor dem Ende des Spiels wart Ihr offenbar mächtig sauer auf den Schiedsrichter. Das kommt vor, der Fußball lebt von Emotionen." Mit diesen Worten beginnt der offene Brief des SV Darmstadt 98 an zwei seiner Fans, die am 11. Spieltag ihre Bierbecher nach dem Unparteiischen geworfen hatten. Den Verein kostete die Aktion 1 000 Euro, viel mehr beschäftigt Darmstadts Verantwortliche aber die Frage, was wohl gewesen wäre, hätten sich die Fans als zielsicherer herausgestellt. "Wenn Ihr jemanden trefft, oder sich gar jemand verletzt, wird das alles noch viel schlimmer – und dann sind derartige Vorkommnisse auch von der finanziellen Tragweite her schnell anders zu bemessen. Und wenn das öfter vorkommt, haben am Ende alle Lilienfans auf der Gegengerade ein Fangnetz vor der Nase."

"Größe zeigt, wer für seine Fehler geradesteht" 

Deswegen ruft der Verein dazu auf, solche Aktionen in Zukunft zu unterlassen und zu respektieren, dass Schiedsrichter auch nur Menschen seien und Fehler machen dürften. Außerdem bittet der Verein die beiden Übeltäter, die zudem auch von den Kameras im Stadion erfasst wurden, sich freiwillig zu melden, so könne auch die Strafe vor dem Sportgericht des DFB noch einmal reduziert werden. Denn: "Größe zeigt, wer für seine Fehler geradesteht." Sollten sich die beiden Fans tatsächlich beim Verein melden, werde man eine "für alle gangbare Lösung" finden, sich viel Arbeit und den Fans den "Verfolgungswahn" bei den kommenden Spielen ersparen.