"Das spielt man nicht alle Tage": Funkels Pläne für das Halbfinale

In Berlin hat der 1. FC Kaiserslautern in dieser Pokal-Saison schon einmal gespielt. Nun geht es im Halbfinale des DFB-Pokals darum, das Spiel in der Hauptstadt noch einmal zu erreichen. Dafür reisen die Roten Teufel nach Saarbrücken, um sich mit einem Drittligisten zu messen. Eine Favoritenrolle gab es für Cheftrainer Friedhelm Funkel dort nicht.

Funkel will FCS nicht unterschätzen

Auf dem Weg ins Halbfinale hat der 1. FC Saarbrücken drei Bundesligisten geschlagen. Das ist manchem Erstligisten in dieser Saison noch nicht gelungen. Hinzu kommt noch, dass es Bayern München, Eintracht Frankfurt und Borussia Mönchengladbach waren. Für Friedhelm Funkel war daher vor der Begegnung mit dem Drittligisten klar, dass der FCK am Dienstagabend (20:45 Uhr) keine Favoritenrolle innehalten wird. "Dazu stehe ich auch", kommentierte der 70-Jährige die Tatsache, dass der FCS im Pokal Unglaubliches geleistet hat. Warum also nicht auch gegen Kaiserslautern?

Unterschätzen wird Funkel den Gastgeber des Halbfinals nicht. Zumal die Saarländer auf ihrem eigenen Geläuf spielen, das bekanntermaßen eine eigene Geschichte in dieser Saison geschrieben hatte. "Aber ich habe gehört, dass es jetzt gut sein soll", so Funkel. Auch Regenfälle in den kommenden Stunden fürchtete der FCK-Coach nicht. "Der Rasen ist in der Art und Weise nicht mehr so anfällig, wie es vor dem Gladbach-Spiel war", so Funkel. Dass allerdings der DFB sicherheitshalber die Drittliga-Partie der Saarbrücker am Oster-Wochenende verlegt hatte, war dem 70-Jährigen auch neu.

16.500 Tickets für Public Viewing

Zumal der FCK spielen musste, während der FCS eine längere Ruhepause nach der Länderspielpause erhielt. Oder fehlt den Saarländern dadurch der Spielrhythmus? Funkel ließ sich nicht auf Spekulationen ein. "Ich halte es genauso, wie mein Kollege Rüdiger Ziehl. Wir müssen es annehmen, wie es ist. Das ist so, und der DFB hat im besten Wissen und Gewissen gehandelt", ordnete der FCK-Coach ein. Fest steht, dass der Gästeblock in Saarbrücken schon lange restlos ausverkauft ist, zusätzlich wurden 16.500 Tickets für ein Public Viewing am Betzenberg verkauft.

Nicht zu sehen sein werden Julian Krahl, Hendrick Zuck und Philipp Klement. Auch Ragnar Ache spielt das Pokalspiel nicht. "Er ist nicht mehr verletzt, aber er ist auch nicht bereit für das Spiel. Wir wollen da gar kein Risiko eingehen, deswegen wird er nicht dabei sein", machte Funkel deutlich, dass die Fähigkeiten des Torjägers in der Liga noch gebraucht werden. Alles weitere wird der Fußballlehrer am Dienstagabend aufklären. "Das Halbfinale spielt man nicht alle Tage. Deswegen freuen wir uns, wenn es losgeht", so Funkel. Denn: "Es ist ein Endspiel, um ein Endspiel zu erreichen. Wie und was ich da mache, kann ich natürlich jetzt noch nicht verraten." Das Kribbeln sei beim dreifachen Final-Teilnehmer aber schon spürbar.

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