"Das Stadion wird toben": BTSV lässt sich vor Pokalspiel nicht kleinmachen
Das Niedersachsen-Duell im DFB-Pokal ist angerichtet, wenn Eintracht Braunschweig am heutigen Dienstag (20:45 Uhr) auf den VfL Wolfsburg trifft. Die Rollenverteilung ist für BTSV-Coach Michael Schiele klar, doch die Erfolgsserie von sechs Spielen ohne Niederlage gibt den Braunschweigern Auftrieb. Einen Bundesligisten haben sie immerhin schon geschlagen.
Erste Partie ohne Gegentor absolviert
Über einen 10:9-Sieg im Elfmeterschießen gegen Hertha BSC hat sich Eintracht Braunschweig die 2. Runde im DFB-Pokal erkämpft. Macht der BTSV dem VfL Wolfsburg nun die Vorherrschaft in Niedersachsen streitig? "Wir freuen uns riesig auf das Spiel und treffen auf einen guten Gegner mit super Mannschaft. Der VfL hat viele klasse Spieler drin, die jetzt in der Liga auch richtig angekommen sind", rechnet Cheftrainer Michael Schiele mit einem spannenden Duell, in dem die Wolfsburger der klare Favorit sind. Aber: "Wir haben ein Heimspiel, und in einem Pokalduell ist immer alles möglich."
Zumal die Braunschweiger mit breiter Brust auftreten können. Sechs Spiele ohne Niederlage haben den Aufsteiger ins Mittelfeld der Zweitliga-Tabelle gespült. Dazu gab es zuletzt zwei Siege in Folge und die erste Partie ohne Gegentor. Schiele erwartet im Pokal-Heimspiel daher beste Stimmung: "Das Stadion wird toben, es wird eine brutale Stimmung hier sein. Bei der Mannschaft kribbelt es auch. Es ist ein K.o.-Spiel, wir haben die Chance auf die dritten Runde. Wir hoffen, dass wir das Eintracht-Stadion morgen explodieren lassen können."
"Nicht zu klein verkaufen"
Verzichten muss der Fußballlehrer auf Brian Behrendt, der in Magdeburg einen Muskelabriss erlitten hatte und dadurch mindestens sechs Monate fehlen wird. "Wir mussten in Magdeburg viel einstecken, es war eine sehr harte Partie. Da müssen wir nun auch für den Pokal viel wegstecken", so Schiele. Fragezeichen stehen deswegen hinter Filip Benkovic, Bryan Henning und Immanuel Pherai - wobei Schiele dem Niederländer die besten Chancen für einen Startelfplatz einräumen konnte. Generell ist das Verletzungspech für die Braunschweiger unglücklich: "Es trifft uns hart, aber wir haben einen Kader, bei dem nun andere in die Bresche springen werden."
Insgesamt dürfe sich der BTSV nämlich auch "nicht zu klein verkaufen", denn das Selbstbewusstsein für das Pokalspiel ist vorhanden. "Wir haben in der ersten Hauptrunde schon einem Bundesligisten Paroli geboten, wir wollen erneut das Unmögliche möglich machen", erinnert Schiele an das Elfmeterschießen gegen Hertha. Und die Eintracht hat auch noch einen anderen Vorteil: "Der Druck ist nicht auf unserer Seite, trotzdem wollen wir super performen und das Spiel für uns ziehen. So werden wir die Mannschaft emotional einstimmen." Dann ist die nächste Pokalüberraschung vielleicht möglich. Eine Torwartrotation strebt der Fußballlehrer derweil nicht an.