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Derby-Vorfälle: St. Pauli-Verantwortliche beschließen "Maßnahmenpaket"

Mit 0:4 ging das Stadtderby gegen den HSV verloren – nach der Partie sorgte jedoch nicht nur die Leistung der Mannschaft für Redebedarf beim FC St. Pauli. So kritisierten die Verantwortlichen das Verhalten einiger Anhänger des Kiezklubs auf das Schärfste. In einer Mitteilung veröffentlichte der Verein nun ein Maßnahmenpaket, das als Reaktion auf die Vorkommnisse zu werten ist. 

Verantwortliche sehen "Vertrauen missachtet"

Zweieinhalb Wochen wurde beratschlagt, nun ist es soweit: Die Verantwortlichen des FC St. Pauli machten ernst und beschlossen nach den Vorfällen während des verlorenen Derbys mehrere Maßnahmen. Darin beschränkt der Verein auch die Freiheiten der organisierten Fanszene, welche zu Teilen "das entgegengebrachte Vertrauen missachtet" habe. Rund um die Partie gegen den Stadtrivalen Hamburger SV war es vonseiten einiger St. Pauli-Anhänger zu mehreren diskussionswürdigen Aktionen gekommen: So wurde ein Stadionzugang gestürmt, massiv pyrotechnische Gegenstände abgebrannt "sowie Aggression und Gewalt innerhalb der Fanszene" zur Schau gestellt.

"Dialog mit der Fanszene nicht aufgeben"

Der Verein müsse jedoch für die Sicherheit aller Besucher des Millerntor-Stadions sorgen. Um diese auch in Zukunft gewährleisten zu können, wurden mehrere konkrete "Maßnahmen von den Verantwortlichen des FC St. Pauli beschlossen": Neben Umbauten im Eingangsbereich zur Südkurve sollen die Sicherheitskontrollen intensiviert sowie das Ordnungspersonal zahlenmäßig aufgestockt werden.

Weiterhin verringert sich die Anzahl selbst zu verwaltender Tickets für Fangruppierungen der Südkurve, die ebenso an den Kosten brandschützender Maßnahmen beteiligt werden sollen. Prinzipiell plant der Klub jedoch nicht "vom Weg des Dialogs mit der Fanszene" abzuweichen. Schließlich gehe es dem Verein darum, auch zukünftig "junge Gruppen und ihre Jugend- und Subkultur erreichen zu können."