DFB bittet zur Kasse: Hammer-Strafen für Rostock und Karlsruhe

Hansa Rostock und der Karlsruher SC müssen für die Vergehen Ihrer Fans jeweils tief in die Tasche greifen. Wie der DFB am Freitag mitteilte, kommt auf die Rostocker eine Rechnung von 89.680 Euro zu, während der KSC 52.200 Euro bezahlen muss. Beide Vereine stimmten den Urteilen bereits zu.

52.000 Euro Strafe für den KSC

Nicht nur sportlich war die zweite Runde des DFB-Pokal für den Karlsruher SC ein bitterer Abend. Nachdem der KSC dramatisch im Elfmeterschießen gegen den SV Sandhausen scheiterte, kam nun die Rechnung für die Vergehen der eigenen Anhänger hinzu. Während und nach dem Spiel brannten KSC-Fans mindestens 31 pyrotechnische Gegenstände ab. Zudem waren die Anhänger mindestens 18 Getränkebecher in Richtung des Spielfeldes. Laut Strafen-Katalog gab es hierfür eine Strafe von 27.600 Euro.

Bei der 0:2-Niederlage in Kaiserslautern am vorletzten Spieltag der Hinrunde zündeten die Zuschauer der Badener mindestens 41 bengalische Feuer, was eine Strafe von 24.600 Euro zur Folge hat. Die Gesamtstrafe beläuft sich also auf 52.200 Euro, von der der Verein bis zu 8.200 Euro für sicherheitstechnische oder gewaltpräventive Zwecke verwenden kann. Dies wäre dem DFB bis zum 30. Juni 2023 nachzuweisen.

Erneut hohe Strafen für Rostock

Den FC Hansa Rostock hat es sogar noch härter erwischt. Die Hanseaten, die bereits vergangene Woche mit einer Strafe von über 30.000 Euro belegt worden waren, wurden vom DFB-Sportgericht wegen dreier Fälle eines unsportlichen Verhaltens seiner Fans mit Geldstrafen in einer Gesamthöhe von 89.680 Euro belegt. Davon kann der Verein bis zu 26.560 Euro für sicherheitstechnische oder gewaltpräventive Maßnahmen und bis zu 3300 Euro für präventive Maßnahmen gegen Rassismus und Diskriminierung verwenden, was dem DFB bis zum 30. Juni 2023 nachzuweisen wäre.

Beim Auswärtsspiel in Fürth zündeten Rostocker Anhänger 13 Pyros, für die eine Strafe von 7.800 Euro fällig wird. Nur eine Woche später kam es beim Spiel gegen den 1. FC Kaiserslautern zu einem Eklat. FCK-Spieler Terrence Boyd wurde aus dem Rostocker Zuschauerbereich heraus diskriminierend beleidigt. Da der Täter vom Verein erfolgreich ermittelt wurde, beträgt die Strafe 10.000 Euro. Sonst wäre laut DFB eine Geldbuße von mindestens 20.000 Euro angefallen.

Das letzte Heimspiel der Hinrunde kommt den Rostockern allerdings am teuersten zu stehen. Beim 1:1 gegen den 1. FC Nürnberg brannten die FCH-Fans bereits vor dem Anpfiff im Rahmen einer riesigen Choreo 38 Bengalos und acht Rauchkörper ab, weshalb die Partie mit dreiminütiger Verspätung angepfiffen werden musste. Zudem zündeten die Rostocker Zuschauer während der Partie weitere 60 pyrotechnische Gegenstände. Insgesamt summiert sich die Strafe auf 71.880 Euro.

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