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DFL-Entscheid: Nürnberg droht Strafe von einer halben Million Euro

imago images / Zink

Dem 1. FC Nürnberg droht aller Voraussicht nach eine Strafzahlung von 500.000 Euro, sollte er seine Bilanz bis zum Jahresende nicht noch um zwei Millionen Euro aufbessern können. Die Franken hatten bis zuletzt auf die Aussetzung einer Eigenkapital-Auflage gehofft, bei der entsprechenden Abstimmung auf der Mitgliederversammlung der DFL am Donnerstag ließ sich dafür aber keine Zwei-Drittel-Mehrheit finden.  

Gescheiterte Abstimmung: Eigenkapital-Regel wird nicht ausgesetzt

Nicht nur sportlich, auch finanziell läuft es beim 1. FC Nürnberg alles andere als rund. Weil sich das Eigenkapital der Clubberer von minus 3.9 Millionen Euro in der vergangenen Saison auf minus 6 Millionen Euro verschlechtert hat, droht dem Zweitligisten nun zusätzlich noch eine Strafzahlung von 500.000 Euro. Das wurde am Donnerstag auf der Mitgliederversammlung der DFL entschieden, wo die Nürnberger auf den positiven Ausgang einer Abstimmung gehofft hatten.

Inhalt dieser Abstimmung war die DFL-Vorgabe, wonach sich das Eigenkapital bei einem Verein im Vergleich zum Vorjahr nur um maximal zehn Prozent verschlechtern darf. Der 1. FC Nürnberg und andere Vereine hätten diese Vorgabe gerne ausgesetzt und begründeten das mit den fehlenden Zuschauern durch die Auflagen während der Corona-Pandemie. Letztlich stimmten zwar über die Hälfte der 36 stimmberechtigten Vereine aus der 1.- und 2. Bundesliga für diese Aussetzung, die nötige Zwei-Drittel-Mehrheit wurde aber verfehlt.

"Ich habe bei der DFL deutlich meinen Unmut hinterlegt, da der Club in meinen Augen als Zuschauer-trächtiger Verein damit schlechter gestellt wird als andere. Schließlich galten bei uns in Bayern deutlich härtere Zuschauerauflagen als in anderen Bundesländern. Deshalb werde ich auch weiterkämpfen", äußerte FCN-Finanz-Boss Niels Rossow gegenüber der Bild seine Meinung, wird aber aller Voraussicht nach am Ende die Strafe von 500.000 Euro zahlen müssen. Umgehen könnte der Zweitligist diese nur noch, sollte er bis zum Jahresende (Stichtag 31. Dezember) noch knapp zwei Millionen Euro auftreiben und die entsprechende Eigenkapital-Vorgabe damit doch noch erfüllen können.