"Die Jungs zweifeln nicht": Anfang fährt kämpferisch nach Elversberg
Fortuna Düsseldorf kämpft gegen den Absturz. Bei der SV Elversberg (Sonntag, 13:30 Uhr) muss das Team von Markus Anfang punkten, um den letzten Platz als Worst-Case-Szenario zu vermeiden. Der Cheftrainer steht mit dem Rücken zur Wand.
"Hatten in vielen Spielen die Möglichkeit"
Sieben Spiele, aber nur vier Punkte - die Quote von Markus Anfang als Cheftrainer von Fortuna Düsseldorf ist miserabel. Der Nachfolger von Daniel Thioune ist deshalb schon merklich angezählt, zumal die Trennung von Sportvorstand Klaus Allofs offensichtlich bevorsteht. Kann Anfang einen neuen Sportchef überzeugen? Ein Sieg als Überzeugungsarbeit wäre nötig. "Hinter uns liegt eine lange Trainingswoche, in der wir inhaltlich einiges aufarbeiten konnten", erläuterte Anfang vor dem nächsten Auftritt in Elversberg. "Wir sind mit den Jungs nochmal tiefer ins Detail gegangen, haben Gespräche geführt und uns insgesamt gut auf den Gegner vorbereitet."
Zur Trendwende benötigen die Rheinländer eines besonders, nämlich Tore. Bei 13 Treffern in 15 Partien gilt die Fortuna zurzeit als harmlosestes Team der Liga in der Offensive. "Wir hatten in vielen Spielen die Möglichkeit, in Führung zu gehen. Leider haben wir es, abgesehen von dem Magdeburg-Spiel, das wir dann auch gewonnen haben, nie geschafft", verwies Anfang auf die bisherigen Statistiken unter seiner Regie. Der Coach legte den Finger in die Wunde: "Wir haben viele Ballaktionen im letzten Drittel. Doch unterm Strich passiert in dieser Zone zu wenig. Das wissen die Jungs und daran haben wir mit ihnen auch in dieser Woche gearbeitet."
"Die Jungs fühlen sich gut vorbereitet"
Neben Florian Schock, Tim Rossmann, Valgeir Lunddal, Sotiris Alexandropoulos und Tim Breithaupt wird Anfang auf auf Tim Oberdorf verzichten müssen, der eine Gelb-Rot-Sperre absitzen muss. Darüber hinaus wird der 51-Jährige alles aus seiner Mannschaft herausholen müssen, was möglich ist. "Die Jungs fühlen sich gut vorbereitet und sind auch körperlich in einer guten Verfassung. Sie zweifeln nicht. Als Mannschaft wissen wir, dass wir es besser machen und Punkte holen müssen", forcierte Anfang. "Entscheidend ist es, aus den Chancen auch die Tore zu machen. Wir wollen uns nicht hinten einigeln, sondern mutig bleiben und Lösungsmöglichkeiten nach vorne suchen."
An der Kaiserlinde wird das nicht einfach, denn im Saarland fing die SVE den personellen Umbruch im Sommer gut auf. Daraus resultiert zurzeit wieder der 2. Platz für den vermeintlich kleinen Klub. "Elversberg ist eine heimstarke Mannschaft, die gut nach vorne und frei aufspielt. In ihren Aktionen sieht man ihr Selbstvertrauen, welches den Unterschied ausmachen kann. Sie kreieren viele Chancen und haben Spieler mit guten Torabschluss-Qualitäten", zählte Anfang auf. "Für uns gilt es, sich dagegenzustellen und den Gegner weit weg von dem eigenen Tor zu halten." Eine Herausforderung, die den Düsseldorfern in den letzten Wochen nicht leicht gefallen war.