• Facebook
  • Twitter

Die Toptorjäger der 2. Bundesliga im Check

So wie es auch manchmal bei Trainerwechseln ohne ersichtlichen Grund funktioniert, so schlagen auch bei den aktuellen Toptorjägern der 2. Bundesliga einige Neuzugänge mächtig auf die Pauke. Unter den Top sieben der Torschützen stehen immerhin drei Neuzugänge, von denen einer bis zur der letzten Saison noch in der 3. Liga unterwegs war. Im Folgenden stellt liga2-online.de einmal kurz die Top-7-Torschützen und erklärt, warum sie vor dem Tor so gefährlich und für ihre Teams unverzichtbar sind.

.

Platz 1: Simon Zoller (1. FC Kaiserslautern) – 10 Tore, eine Vorlage

Überraschenderweise steht mit Simon Zoller ein ehemaliger Drittliga-Spieler an der Spitze der Liste, der vor der Saison noch nie in der 2. Bundesliga aktiv war. Zoller wechselte vom VfL Osnabrück zum FCK und schlug dort voll ein.

Grund: Zoller ist ein extrem wuseliger und effektiver Stürmer. Ihm ist es egal, ob er neben Mohamadou Idrissou oder Olivier Occean eingesetzt wird. Er wartet auf seine Chance und verwertet diese eiskalt. Zoller bleibt oft ein ganzes Spiel unauffällig, ist aber sehr laufstark.

Platz 2: Mahir Saglik (SC Paderborn) – 9 Tore, eine Vorlage

Der Paderborn-Spezialist ist wieder da. Bei keinem anderen Team fühlt sich Mahir Saglik so wohl, wie bei den Ostwestfalen. Da wundert es nicht, dass er bei einer so starken Offensive selbst schon neun Treffer erzielen konnte.

Grund: Kommt Saglik ins Rollen, ist er kaum zu stoppen. Er ist der Mann für die Schützenfeste. Sechs seiner neun Treffer erzielte Saglik in zwei Spielen, vier gegen Düsseldorf und zwei gegen Frankfurt. Der Stoßstürmer versucht immer zwischen die Verteidiger zu gelangen und dort für Unruhe zu sorgen.

Platz 3: Mohamadou Idrissou (1. FC Kaiserslautern) – 8 Tore, 9 Vorlagen

Einst sprach er davon, dass er europäisch spielen wolle und deshalb einen anderen Verein bräuchte. Doch Idrissou ist eben gemacht für die 2. Bundesliga.

Grund: Dort wo Idrissou spielt, ist der Aufstieg nicht weit weg. Kaltschnäuzig vor dem Tor und mittlerweile auch ein Team-Player ist er immer vorne unterwegs und behauptet beinahe jeden Ball. Ob in der Luft oder am Boden, wer ihn als Gegenspieler hat, hat selten etwas zu lachen.

Platz 4: Torsten Mattuschka (Union Berlin) – 8 Tore, 7 Vorlagen

Mr. Union Berlin himself – und das schon seit Jahren. In der aktuellen Saison konnte der Ur-Berliner schon 15 Scorerpunkte für die Eisernen beisteuern.

Grund: Ruht der Ball, brennt es Lichterloh beim Gegner. Egal ob Freistoß oder Strafstoß. Wenn er nicht selbst direkt schießt, kommen seine scharfen Flanken und Torschüsse immer brandgefährlich in den Strafraum des Gegners.

Platz 5: Edmond Kapllani (FSV Frankfurt) – 8 Tore, 3 Vorlagen

Er mag charakterlich etwas schwierig sein, was ihm immerhin schon eine Suspendierung des Trainers einbrachte, doch vor dem Tor ist er der mit Abstand beste Stürmer des FSV Frankfurt.

Grund: Erfahrung macht den Unterschied. Kapllani hat in seiner Karriere schon soviel gesehen und so viele Situationen durchgemacht, dass er einfach in den entscheidenden Momenten die richtigen Entscheidungen trifft. Seine Eigensinnigkeit als Stürmer macht sich dabei oftmals bezahlt, da er jedes Tor unbedingt erzwingen will.

Platz 6: Marcel Risse (1. FC Köln) und Carlison Benschop (Fortuna Düsseldorf) – (8 Tore, eine Vorlage)

Ein Mittelfeldakteur, der mittlerweile zum Torjäger avanciert. Damit hätte der 1. FC Köln dann doch nicht gerechnet. Der ehemalige Bundesligaspieler Risse wollte unbedingt an den Rhein, zu seinem Herzensverein und dort blüht Risse in dieser Saison auf.

Carlison Benschop ist einer der wenigen Hoffnungsschimmer bei der Fortuna in dieser Saison. Der Bundesliga-Absteiger hat eine schwere Hinrunde hinter sich. Doch mit Benschop hat Trainer Köstner für die Rückrunde einen schnellen und kaltschnäuzigen Stürmer zur Verfügung.

 

FOTO:  FU Sportfotografie