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Die wichtigsten Spiele des 13. Spieltags

© imago images / Eibner

Mit großen Schritten geht es durch die Hinrunde in der 2. Bundesliga. Angekommen im nasskalten November stehen einige brisante Duelle in der Liga an. Wir schauen erneut in den Tabellenkeller, auf die Absteiger und das Duell im hohen Norden.

Dynamo Dresden gegen Wehen Wiesbaden

Kellergipfel an der Elbe, die SGD empfängt den direkten Konkurrenten SV Wehen Wiesbaden. In der Tabelle sind beide Teams nah beieinander und trotzdem ist es ein Duell der Gegensätze. Dynamo Dresden steckt in einer tiefen sportlichen Krise, die letzten sechs Pflichtspiele wurden allesamt verloren. Individuelle Fehler im Defensivbereich und die alljährliche mangelhafte Chancenverwertung bringen die Mannschaft aus Sachsen derzeit um ihren Lohn. Trainer Christian Fiél ist nach den vergangenen Ergebnissen langsam zum Siegen verdammt. Schaffen es die Dresdner auch gegen den direkten Konkurrenten nicht zu punkten, verliert man den Anschluss in der Tabelle.

Die Gäste aus Hessen stehen in der Tabelle zwar nur knapp über Dresden, doch die Vorzeichen beim Aufsteiger sind in diesen Tagen gänzlich andere. Seit fünf Spiele ist die Mannschaft von Rüdiger Rehm ungeschlagen, gewann in Stuttgart und holte auch gegen den wiedererstarkten HSV einen Zähler. Nach einem desaströsen Start in die Saison ist Wehen endlich in der Liga angekommen. Dank dem neuen System mit Fünferkette und dem neuen Keeper Heinz Lindner wurde aus der Schießbude der Liga ein regelrechtes Abwehrbollwerk. Mit einem weiteren Sieg winkt der Relegationsplatz, allein das sollte Motivation genug sein. Wir dürfen uns auf ein spannendes Duell freuen.

Holstein Kiel gegen Hamburger SV

Ein Lokalduell steht an diesem Wochenende auch noch an. Der HSV gastiert an der Kieler Förde und verteidigt dort die Ligaspitze. Bis auf das Ausscheiden im DFB Pokal gegen den direkten Ligakonkurrenten Stuttgart läuft es beim ehemaligen Bundesliga-Dino richtig rund in dieser Saison. Seit sechs Spielen sind die Rothosen ungeschlagen und führen die Liga zusammen mit Bielefeld souverän an. Mit Kiel haben die Hamburger noch zwei offene Rechnungen, die beiden Spiele in der vergangenen Saison gingen krachend verloren. Für Mittelfeldmann Kinsombi geht es nach dem Wechsel im Sommer zurück an seine alte Wirkungsstätte.

Einfach wird es für den HSV aber nicht, die Kieler Störche präsentierten sich unter dem neuen Cheftrainer Ole Werner defensiv deutlich stabiler. Nach der Personalrochade im Oktober hat sich die Lage an der Ostsee wieder etwas entspannt, auch wenn man im Pokal gegen den Viertligisten aus Verl scheiterte. In der Offensive klemmt es weiterhin in der Spitze, wo die Mittelstürmer Serra und Iyoha bislang den Erwartungen hinterherlaufen. Wichtigster Mann ist Jae-sung Lee, der offensive Mittelfeldmann ist mit sechs Treffern der torgefährlichste in den Reihen der Kieler. Bekommen die Hamburger Lee nicht in den Griff, ist für die Störche ein Punkt auf jeden Fall drin.

1. FC Nürnberg und Hannover 96

Die beiden Absteiger zogen nach dem vergangenen Wochenende die Reißleine. Mirko Slomka und Damir Canadi konnten bei den ehemaligen Bundesligisten keinen Umbruch einleiten und wurden beurlaubt. Nachfolger gibt es bislang noch nicht. In Nürnberg übernimmt Spielerlegende Marek Mintal interimsweise das Training, in Hannover sind es Asif Saric und Lars Barlemann. Auf den Club wartet ein enorm schweres Heimspiel gegen die Mannschaft der Stunde aus Bielefeld, 96 muss auswärts ran und gastiert auf der Schwäbischen Alb beim 1. FC Heidenheim. Im engen Tabellenmittelfeld der 2. Liga könnten beide Teams mit einem Sieg einen großen Schritt in die richtige Richtung machen.