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Die wichtigsten Spiele des 16. Spieltags

© imago images / Steffen Kuttner

Wir nähern uns der Halbzeit in der Zweitligasaison 2019/2020. Eisige Temperaturen und ein nasser, tiefer Rasen, wo es andere höchstens auf den Weihnachtsmarkt zieht, geht es an diesem Wochenende wieder für Tausende in die Stadien. Während die Aufstiegsaspiranten alle zuhause ranmüssen und vergleichbar einfache Aufgaben vor der Brust haben, schauen wir tief in den Tabellenkeller zu den Sorgenkindern der Liga.

Dresden gegen Sandhausen

Klingt nach einer weniger spannenden Partie, doch für Dynamo Dresden geht es in diesem Winter um eine ganze Menge. Nach einer langen Negativserie musste am Montag Publikumsliebling Christian Fiél seinen Hut nehmen, nachdem die SGD am Tabellenende aufschlug. Bei der Suche nach einem Interimstrainer wurde Ralf Minge in der Regionalliga Nordost fündig. Gegen die Sandhäuser wird Heiko Scholz auf der Bank Platz nehmen, der 53-Jährige war Anfang der 90er schon Spieler bei Dynamo. Noch bleiben der SGD drei Spieltage vor der Winterpause, um die miserable Bilanz der Hinrunde etwas aufzubessern und den Anschluss in der Tabelle wiederherzustellen. Dafür bräuchte man aber auf jeden Fall einen Sieg am Sonntag.

Der SVS kann entgegen mit deutlich weniger Druck an der Elbe aufspielen, mit einem Sieg gegen den VfB Stuttgart im Rücken reisen die Sandhäuser nach Sachsen. Die Mannschaft von Uwe Koschinat ist mit 21 Punkten derzeit voll im Soll. Nach einer turbulenten und schwierigen Vorsaison haben sich die Kurpfälzer deutlich stabilisiert und belegen zurzeit den 7. Tabellenplatz. Keine leichte Aufgabe für Dynamo und Heiko Scholz bei seinem Trainerdebüt an der Elbe.

Wehen gegen Darmstadt

Hessen-Derby in der 2. Bundesliga, die Lilien gastieren beim SVWW. Über viele Jahre trafen sich beide Vereine in der Regionalliga Süd, in der 2. Bundesliga feiert das Duell hingegen eine Premiere. Die Hausherren gehen dabei mit etwas mehr Selbstbewusstsein in die Partie. Vergangene Woche holte die Mannschaft von Rüdiger Rehm einen wichtigen Dreier in Nürnberg und gab dadurch die rote Laterne ab. Jetzt gilt es einen weiteren Sieg nachzulegen, um endlich aus der roten Zone herauszuspringen. Die Hoffnungen der Fans ruhen dabei auf Top-Torjäger Manuel Schäffler, der mit elf Toren die personifizierte Lebensversicherung der Wiesbadener ist.

Die Gäste vom Böllenfalltor haben indes nichts zu verschenken. Nach wie vor sucht die Mannschaft von Dimitrios Grammozis nach der nötigen Konstanz in dieser Hinrunde. In der Tabelle rangieren die Darmstädter nur auf Platz 12 und sind eher darum bemüht den Abstand zum Keller zu halten. In der Offensive stach bisher nur Serdar Dursun heraus, der mit fünf Toren der einzige torgefährliche Darmstädter ist. Neuzugang Ognjen Ozegovic konnte sich bisher noch nicht in die Startelf spielen und läuft den Erwartungen bisher hinterher. Vielleicht platzt der Knoten bei Ozegovic und der Offensive am Sonntag, immerhin kassierte keine Mannschaft so viele Gegentore wie die Wiesbadener.