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Dotchev legt in Aue los: "Froh, dass ich jetzt hier bin und helfen kann"

© IMAGO / Eibner

Seit Montag ist Pavel Dotchev wieder beim FC Erzgebirge Aue im Amt. Viereinhalb Jahre nach seinem Rücktritt als Cheftrainer beginnt der neue Sportliche Leiter somit die diesjährige Rettungsmission bei den Veilchen. Eine wichtige Rolle in Dotchevs Planungen spielt natürlich Teamchef Marc Hensel. Wie das Duo den FCE retten will:

"Haben einen sehr guten Trainer"

Hansa Rostock, Viktoria Köln und der MSV Duisburg – in ven vergangenen Jahren trainierte Pavel Dotchev gleich drei Drittliga-Stationen. Nun ist der 56-Jährige zurück im Unterhaus und soll den FC Erzgebirge Aue wieder in die Erfolgsspur führen. Den Verein, der ihm "ans Herz gewachsen ist", habe er nie aus den Augen verloren. "Wir haben auch immer Kontakt gehabt. Mit Helge Leonhardt, mit Michael Voigt und auch einigen Spielern", erzählte Dotchev jetzt in seinem ersten Interview im "MDR".

Gemeinsam blicke man schließlich auf "sehr schöne Momente" zurück. Auch ohne Dotchev habe Aue "zwischendurch viele schöne Spiele", nun steckt der Klub aber in der Krise. "Im Fußball gibt es immer solche Momente. Ich bin froh, dass ich jetzt hier bin und helfen kann", gab sich der neue Sportliche Leiter zielstrebig. Das übergeordnete Ziel bleibt natürlich der Klassenerhalt. "Wenn es sein muss auch über den Relegationsplatz", fügte Dotchev zum Ende seiner Ansprache an. Doch zuvor untermauerte er seinen Plan zur Rettung. "Wir haben einen sehr guten Trainer, der hochmotiviert ist", knüpfte Dotchev seine Mission an Teamchef Marc Hensel. "In der ein oder anderen Situation fehlt ihm vielleicht ein bisschen Erfahrung. Es ist meine Aufgabe, das zu ergänzen. Er ist ein Power-Mensch, der sehr viel Energie auf den Platz bringt. Die Kombination finde ich sehr, sehr gut."

Positiver Trend in Aue zu erkennen

Der Deutsch-Bulgare, dessen Rückkehr im Erzgebirge "durchaus positiv" aufgenommen wurde, wie Dotchev selbst registrierte, freut sich auf die vielfältige Aufgabe – auch die Bindung zwischen Spielern, Funktionsteam, Presse und Sponsoren obliegt ihm künftig. Doch zurück auf den Rasen, dort müssen die Punkte geholt werden. Ein gutes Stichwort, wie Dotchev fand: "Zuletzt haben nur die Ergebnisse nicht gestimmt. Ob Hamburg, Regensburg oder auch Hannover. Das sind für mich Indizien und Spiele, wo ich sage, dass die Mannschaft absolut konkurrenzfähig ist."

Dotchev verglich die Liga mit einem Marathonlauf, in dem Aue schlecht gestartet sei, es aber "immer noch gut machen" kann. Die Chemie mit Hensel stimmt, das betonte auch der Teamchef: "Die ersten Gespräche waren super und sehr gewinnbringend. Wichtig ist, dass wir jetzt keine lange Einarbeitungszeit haben, sondern direkt anfangen können." Denn die Erwartungen im Erzgebirge an das neue Führungsduo ist groß. Dessen war sich auch Publikumsliebling Dotchev bewusst: "Ich weiß, dass mich das auch sehr verpflichtet." Die erste Bewährungschance für den Rückkehrer gibt es am Sonntag in Heidenheim (13:30 Uhr).