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Dotchev moniert Spielglück, Hensel die Fehler: "Knallhart trainieren"

© IMAGO / osnapix

Im Weserstadion kam der FC Erzgebirge Aue unter die Räder und musste die höchste Saisonniederlage einstecken. Trotzdem soll die 0:4-Pleite die Veilchen nicht verrückt machen, denn Teamchef Marc Hensel sah gute Ansätze – doch der Druck wächst selbstverständlich. Vor dem wichtigen Sachsenduell muss der "absolute Zug zum Tor" ins Offensivspiel eingebaut werden.

"Sehr, sehr unglücklich"

Interimstrainer Pavel Dotchev verriet kein Geheimnis, als er nach der 0:4-Niederlage des FCE bei Werder Bremen von einem verdienten Sieg des Gegners sprach – das wusste der 56-Jährige selber. Ein Knackpunkt in der Partie war bereits der Bremer Führungstreffer in der 7. Spielminute, wie Dotchev fand: "Das nimmt uns schon den Rückenwind weg." So konnte Aue nicht an die kleine Erfolgsserie anknüpfen, die in der Vorwoche mit der Partie gegen Darmstadt bereits endete. Möglich war das schon, wie sich der FCE vorgenommen hatte. "Wir haben gedacht, dass wir die Bremer in Verlegenheit bringen können. Wie sich das Spiel entwickelt hat, war sehr, sehr unglücklich", so Dotchev.

Ähnlich sah es auch Teamchef Marc Hensel. "Wir müssen schon konstatieren, dass wir alle miteinander bitter enttäuscht sind", erklärte 35-Jährige auf der FCE-Homepage. Wieder seien es nur Kleinigkeiten, sogar Lappalien gewesen, die den FCE aus der Spur brachten. "Wir haben zu viele Fehler gemacht, das ist halt so. Dafür sind wir auch eine Truppe, die jeden Tag dazulernen muss", hielt Hensel fest. Vorzugsweise schnell, denn der Druck im Erzgebirge steigt. "Wir brauchen uns nicht die Augen verkleistern. Wir haben nächste Woche ein wahnsinnig wichtiges Spiel und müssen 100-prozentigen Druck aushalten", so Hensel.

Hensels Trainingsplan steht

Eine Vorstellung, wie er das Ruder mit seiner Mannschaft schnellstmöglich herumreißen kann, hat der Teamchef bereits. "Wir müssen jeden Tag Fortschritte machen, anders reicht es nicht. Wir müssen im körperlichen Bereich brutaler werden, um uns zu wehren", forderte der 35-Jährige von der Mannschaft. Denn in den spielerischen Ansätzen gefiel Hensel der Auftritt in Bremen schon phasenweise. Aufbau, Ballstaffetten und Bewegungen seien gut – aber: "Im letzten Drittel fehlt der absolute Zug zum Tor. Das müssen wir diese Woche knallhart trainieren."

Schon am Ende der kommenden Woche steht das Sachsenduell mit der SG Dynamo Dresden an, es wird ein Kellerduell werden. In Panik verfällt im Erzgebirge aber noch niemand. "Wir werden den gesunden Mittelweg fahren und nicht durchdrehen", versprach FCE-Keeper Martin Männel zuversichtlich. Denn auch der Kapitän sah trotz der Vielzahl an Gegentoren eine Leistung, auf die der FCE aufbauen kann. "Von der Körpersprache hat es mir schon gut gefallen, aber vom Ergebnis ist es absolut scheiße", fasste Männel zusammen. Besser muss es gegen Dresden (12. Dezember, 13:30 Uhr) werden.