Drei Zweitliga-Spieler bei der WM: Zwei ziehen ins Achtelfinale ein

Seit Donnerstag ist die Fußball-Weltmeisterschaft 2022 für die deutsche Nationalmannschaft beendet. Aus der 2. Bundesliga sind dagegen zwei Spieler weiterhin im Turnier vertreten.

Tanaka schockt Deutschland - Irvine feiert

Im Sommer investierte Fortuna Düsseldorf rund eine Million Euro, um Ao Tanaka nach einem erfolgreichen Leihjahr langfristig an den Klub zu binden. Am Donnerstagabend bewies der 24-Jährige, dass sich dieses Geschäft für die Rheinländer rentieren wird. Schon beim 2:1-Sieg der Japaner gegen Deutschland stand Tanaka in der Startelf, musste dann aber gegen Costa Rica pausieren - die 'Blue Samurai' verloren überraschend. Danach kehrte der zentrale Mittelfeldspieler im entscheidenden Spiel gegen Spanien in die Anfangsformation zurück und traf die Deutschen mitten ins Herz, denn Tanaka erzielte den 2:1-Siegtreffer. Wenngleich in der Szene strittig bleibt, ob der Ball zuvor im Aus war oder nicht, war Tanakas erster Treffer bei einer WM gleichbedeutend mit dem Gruppensieg und dem Einzug ins Achtelfinale. Dort wird Japan auf Vize-Weltmeister Kroatien treffen.

Auch Jackson Irvine vom FC St. Pauli darf sich über einen historischen Erfolg freuen, denn erstmals seit 2006 steht auch Australien wieder im Achtelfinale einer Weltmeisterschaft. Der Kapitän der Kiezkicker darf sich sicher sein, dass er am Samstag auch gegen Argentinien wieder zur Startelf der 'Socceroos' gehören wird. Obwohl die Australier gegen Frankreich eine 1:4-Niederlage einstecken musste, zählte Irvine in der Partie zu den auffälligsten Akteuren - und hätte sich beinahe mit einem Kopfballtor gegen den amtierenden Weltmeister belohnt. Allerdings scheiterte der 29-Jährige knapp am Aluminium, es wäre der 2:2-Ausgleich kurz vor der Pause gewesen. Bei den Siegen gegen Tunesien (1:0) und Dänemark (1:0) räumte Irvine - wie am Millerntor gewohnt - vor der Abwehr auf.

Ondouas besondere WM-Geschichte

Eine besondere WM-Geschichte schreibt auch Gaël Ondoua, der bei Hannover 96 in dieser Saison eine Reservistenrolle einnimmt. Zwei Kurzeinsätze in der 2. Bundesliga über insgesamt 50 Spielminuten reichten dennoch für einen Kaderplatz in der Nationalmannschaft von Kamerun - und allein in den Spielen gegen die Schweiz (0:1) und Serbien (3:3) kam er als Joker auf mehr Spielzeit bei der Weltmeisterschaft, als im Unterhaus.

Im letzten Gruppenspiel gegen Brasilien stand Ondoua jedoch nicht auf dem Platz. Die 'Unzähmbaren Löwen' gewannen die Partie zwar überraschend mit 1:0, sind aber dennoch ausgeschieden, weil die Schweiz gleichzeitig gegen Serbien gewann.

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