Dresden feiert Rekordsieg: "Waren einfach effektiv"

Ausgerechnet in der eigentlich als Abstiegskrimi erwarteten Begegnung mit dem SC Preußen Münster gelingt Dynamo Dresden der höchste Zweitliga-Sieg der Vereingeschichte. Die Sachsen setzen damit ein Statement im Kampf um den Klassenerhalt und zeigen sich hinterher erwartet grlücklich, während der gegnerische Trainer seinen Hut nehmen muss.

Höchster Zweitliga-Sieg der Vereinsgeschichte

Mit so einem (für das Heimteam) entspannten Sonntagnachmittag hatte im Rudolf-Harbig-Stadion wohl niemand gerechnet. Im eigentlich als Abstiegskrimi deklarierten Duell zwischen Dynamo Dresden und dem SC Preußen Münster behielten die Sachsen klar die Oberhand, siegten mit 6:0 und machten durch ihren höchsten Zweitliga-Sieg der Vereinsgeschichte einen wichtigen Schritt in Richtung Klassenerhalt. "Ich habe zwei sehr stabile Halbzeiten gesehen", brach SGD-Coach Thomas Stamm das zuvor erlebte auf der Pressekonferenz nach dem Spiel da beinahe schon eher kühl herunter.

Bereits zur Pause hatten die Sachsen nach einem frühen Doppelpack von Ben Bobzien (14. /18.) und einem Treffer durch Niklas Hauptmann (31.) komfortabel mit 3:0 geführt. Nach dem Seitenwechsel ging das lockere Scheibenschießen gegen einen in der defensive desaströs auftretenden Gast aus dem Münsterland einfach weiter. Erneut Hauptmann (57.), Vincent Vermeij (59.) und Jason Ceka (74.) sorgten für den großen Jubel auf den Tribünen und - mit einem Tag Verspärung - für das Ende von Alexander Ende als Coach der Adlerträger.

Stamm lobt die Effektivität seiner Truppe

Dresdens Übungsleiter machte dabei insbesondere die flotten Doppelschläge seiner Truppe und die damit einhergehenden von Angst gelähmten Beine des Gegners für den Erfolg seiner Farben verantwortlich. "Für mich entscheidend, dass du zweimal relativ in kurzer Zeit nach dem ersten Tor nachlegen kannst", so der der 43-Jährige, der sich einmal mehr auf den zuletzt von ihm schon gelobten Hauptmann als großen Spielmacher verlassen konnte. "Wir waren einfach sehr effektiv, zumindest zum größten Teil. Vor der Halbzeit hätten wir noch das vierte Tor machen können", bewies der im Nachhinein sogar noch mehr Hunger.

Auch so hat die SGD nun aber einen Vorsprung von drei Zählern auf den Relegationsrang und mittlerweile ein ausgeglichenes Torekonto, das in diesem engen Zweitliga-Keller am Ende sogar noch Gold wert sein könnte. Zudem dürften die Sachsen ihre Batterie an Selbstvertrauen gut aufgeladen haben und mit recht breiter Brust zur nächsten Aufgabe beim SC Paderborn fahren. "Nun ist es wichtig, dass wir auch nächste Woche eine gute Antwort finden", blickt Stamm jedenfalls auch schon einmal voraus und auch Hauptmann schlug direkt in die gleiche Kerbe: "Wir genießen das, aber das ist ab morgen schon wieder vergessen."

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