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Dresden: Löwe legt mit Kritik an der DFL nach

© imago images / Dennis Hetzschold

Dynamo Dresdens Defensivspieler Chris Löwe hat erneut Kritik an der DFL geübt und in einem Interview mit "Sport1" infrage gestellt, ob anderen Vereinen bei einem positiven Corona-Befund auch solch ein Mammutprogramm aufgebürdet worden wäre, wie den Sachsen. Der 31-Jährige sprach dabei von einer "Wettbewerbsverzerrung von ganz besonderem Ausmaß."

"Habe das Gefühl, dass uns etwas geklaut wird"

Der Frust über das Mammutprogramm mit den zuletzt sieben Spielen in 19 Tagen und dem kaum noch abzuwendenden Abstieg in die 3. Liga sitzt weiterhin tief bei Dynamo Dresden und Defensivspieler Chris Löwe. Einen Tag nach dessen harscher Kritik an der DFL legte der 31-Jährige gegenüber "Sport1" noch einmal nach und äußerte erneut sein Unverständnis darüber, dass die unterbrochene Saison fortgesetzt wurde und Dynamo Dresden nach der Quarantäne derzeit von Spiel zu Spiel hetzen muss.

"Was mich so aufgewühlt hat: Wenn du in einem fairen Wettbewerb absteigst, dann musst du dir am Ende selbst an die Nase fassen, weil es einfach nicht gereicht hat. Jetzt aber habe ich das Gefühl – und ich spreche für den ganzen Verein -, dass uns etwas geklaut wurde", meint Löwe und spricht von einer "Wettbewerbsverzerrung von ganz besonderem Ausmaß" für die Dresdener.

Löwe vermutet ungleiche Behandlung durch die DFL

Der Linksverteidiger glaubt dabei nicht, dass die DFL mit allen Vereinen gleich umgeht. "Wäre diese Situation genauso eingetreten, wenn der FC Bayern, Borussia Dortmund oder RB Leipzig in derselben Situation gewesen wären?", fragt der Linksverteidiger und gibt darauf auch direkt seine eigene Einschätzung ab: "Ich glaube, dass dann andere Mittel und Wege gefunden worden wären, um die Saison zu Ende zu spielen. Da kommst du dir schon verarscht vor. Wir sind ja nur ein Zweitligist, der eh absteigt."

"Wir sind die, die den verfickten Preis bezahlen für den ganzen Scheiß", hatte sich Löwe bereits am Donnerstag über den DFL mokiert und dabei Unterstützung durch Trainer Markus Kauczinski erhalten, der Dynamo sogar empfahl, über rechtliche Schritte nachzudenken. Weil mehrere Spieler positiv auf Corona getestet wurden, hatte sich Dresden zum Re-Start der Liga in Quarantäne begeben müssen und zuletzt alle paar Tage gespielt, um die verpassten Partien nachzuholen. Mit einem Rückstand von fünf Punkten auf den Relegationsrang, bei nur noch zwei Spieltagen, droht der SGD schon an diesem Wochenende der Abstieg in die 3. Liga.