Dresden: Ralf Minge "total glücklich" zurück zu sein

Rechtzeitig zum Beginn der neuen Zweitligasaison erfreut sich Dynamo Dresden an der Rückkehr seines Geschäftsführers Sport Ralf Minge. Bei einer Medienrunde am Dienstag sprach der 57-jährige über seine Rückkehr, seine Erkrankung und ihren Lehren und Dynamos neue Führungsstruktur.

„Total glücklich“ zurück zu sein

Nach fünf Monaten ist Ralf Minge zurück bei Dynamo und „total glücklich“. Der Geschäftsführer Sport ließ sein Amt aufgrund eines Burnouts ruhen und Chefscout Kristian Walter übernahm interimsmäßig. Seit Dienstag ist Minge zurück und ließ es sich nicht nehmen erst einmal für die vielen Genesungswünsche „Danke“ zu sagen. Ausführlich berichtete der 57-jährige anschließend über die Ursachen der Erkrankung und den Krankheitsverlauf. "So etwas ist kein offener Bruch, bei dem man auf dem Röntgenbild sieht, dass etwas kaputt ist. Es ist ein schleichender Prozess, bei dem es genügend Warnzeichen gab, aber eben auch Tage, an denen du fast normal tickst“, so Minge. Nicht nur wachte der Funktionär nachts hellwach auf, auch „Appetitlosigkeit“ oder ein „extremer Tinnitus“ waren Warnsignale. Nachdem im Februar ein Infekt hinzukam, zog Minge die Reißleine.

„Loslassen war extrem schwer“

Weiterhin berichtete der Geschäftsführer, dass die Phase des Loslassens den nächsten schweren Schritt darstellte. „Wenn man immer versucht, die Fäden in der Hand zu behalten und alles wissen will, dann zu sagen: Passt auf, Kristian und Uwe, es ist jetzt, wie es ist, wenn ihr Bock habt, können wir alle zwei, drei Wochen mal telefonieren, aber ich muss den Cut vollziehen - dieses Loslassen war extrem schwer.“, berichtete Minge. Dabei war es nicht förderlich, dass Dynamo bis zum Saisonende um den Klassenerhalt kämpfen musste. Erst nach dem Klassenerhalt traten „Quantensprünge“ beim Genesungsprozess ein.

Dynamo vor Umstrukturierungen

Angesprochen auf mögliche Lehren aus der Erkrankung gab Minge an, dass er die Belastung langsam steigern möchte und dabei die Symptome stets im Blick hat. Dabei möchte Minge „viel von seinem Befinden abhängig machen“ und auch mal das Handy ausgeschaltet lassen. Um diesen Änderungen Rechnung zu tragen, wird Kristian Walters Status als Interims-Geschäftsführer bestehen bleiben. „Wir sind dabei, Umstrukturierungen anzudenken. Es gibt viele Vereine, die einen Geschäftsführer Sport und ein Sportdirektor haben“, blickte Minge auf zukünftige Änderungen voraus.

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