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Dynamo-Bosse: "Wir definieren Krise als produktiven Zustand“

© imago-images/Steffen Kuutner

Dynamo Dresdens Chefetage blickt den Herausforderungen des entscheidenden Saisonabschnitts entschlossen entgegen. Kurz vor dem Jahreswechsel unterstrichen die Geschäftsführer Ralf Becker und Jürgen Wehlend ihre Bereitschaft, sowohl im Kampf um den Klassenerhalt als auch im Umgang mit den Folgen der Corona-Pandemie alle notwendigen Maßnahmen ergreifen zu wollen.

"Rückrundenspiele werden brutal hart für uns“

Oberste Priorität hat natürlich die Verhinderung des erneuten Abstiegs in die 3. Liga, wie Becker und Wehlend im gemeinsamen Winterpausen-Interview des Vereins-TV betonten. "Die Spiele der Rückrunde werden brutal hart für uns, wir wissen was auf uns zukommt“, sagte Becker und schloss in diesem Zusammenhang die Verpflichtung von Zugängen nicht aus: "Wir werden analysieren, ob es bei uns Veränderungen bedarf, und wenn wir davon überzeugt sind, werden wir es auch machen.“

Dresden überwintert mit fünf Punkten Vorsprung auf die Abstiegszone im unteren Tabellenmittelfeld. "Von den drei Aufsteigern sind wir am erfolgreichsten“, ordnete Becker die Zwischenbilanz im Vergleich zum Ostrivalen Hansa Rostock und Schlusslicht FC Ingolstadt durchaus selbstbewusst ein.

Wichtiger waren dem Manager indes die engagierten Auftritte der Mannschaft von Trainer Alexander Schmidt: "Die Fans müssen bei uns immer das Gefühl haben, dass wir Ärmel hochkrempeln und Vollgas geben. Wir müssen immer mit Kampf, Leidenschaft und Emotionalität Fußball spielen.“

Trotz Geisterspielen "unsere Fans nicht verlieren“

Damit lieferte Becker auch Wehlend ein Stichwort. "Neben dem sportlichen Ergebnis und wirtschaftlicher Stabilität ist für uns der emotionale Erfolg die dritte wichtige Säule für unseren Verein. Wir erleben durch die Rückkehr der Spiele ohne unsere Fans ein Déjà-vu, aber uns ist wichtig sicherzustellen, dass wir unsere Fans trotzdem nicht verlieren und die Verbindung zu unserem Anhang bestehen bleibt“, erklärte Wehlend und demonstrierte für diese Aufgabe in der Corona-Pandemie Zuversicht: "Wir definieren Krise als produktiven Zustand. Wir sehen die kurzfristigen Notwendigkeiten, verlieren aber auch die langfristigen Ziele nicht aus den Augen.“

Dabei soll auch die Betonung des außersportlichen Engagements des Klubs weiterhin eine zentrale Rolle spielen: "Das gesellschaftliche Engagement ist ein Kerngedanke von Dynamo Dresden. Fußball ist für uns kein Selbstzweck, wir machen Fußball für die Menschen. Deswegen erhoffe ich mir für 2022, dass wir in allen Bereichen unseres Vereins unsere Werte leben.“