• Facebook
  • Twitter

Drittes Remis in Folge: St. Pauli kommt nicht von der Stelle

© IMAGO / Lobeca

Im Duell mit dem SV Sandhausen kam für den FC St. Pauli das dritte Remis in Folge zustande. Über den Punktgewinn freuen sich die Hamburger zwar, doch wieder gehen die Kiezkicker mit dem Gefühl eines verpassten Sieges aus der Partie. Sportchef Andreas Bornemann merkte an, dass der FCSP mit der bisherigen Ausbeute im Mittelfeld stecken bleiben wird.

"Sack einfach nicht zugemacht"

Nach dem 1:1-Remis am vergangenen Sonntag herrscht am Millerntor eine gewisse Unklarheit, wohin die Reise in dieser Saison gehen wird. Auf der einen Seite kassierten die Kiezkicker erst zwei Niederlagen, auf der anderen Seite gab es aber auch erst zwei Siege. Eine Bilanz von vier Unentschieden überwiegt – weil die Hamburger gegen Sandhausen wieder eine Führung aus der Hand gegeben haben. "Heute haben wir den Sack einfach nicht zugemacht", ärgerte sich Sportchef Andreas Bornemann über das dritte Remis in Folge. Der 50-Jährige hatte danach eine klare Botschaft an das Team: "Wenn man sich in der Tabelle bewegen will, braucht man drei Punkte. Das stellt uns natürlich nicht zufrieden."

Dabei ist die Entwicklung der letzten Ergebnisse ganz unterschiedlich. Gegen Paderborn (2:2) holte St. Pauli zwei Rückstände auf, während in Fürth (2:2) erst eine Führung verspielt wurde und dann noch ganz spät der Punktgewinn folgte. Luca Zander, der einmal mehr als Einwechsler von der Bank kam, hob das Positive hervor: "Jedes Spiel, das wir nicht gewinnen, ärgert uns. Das ist jetzt das dritte Mal hintereinander passiert. Man hat heute aber wieder gesehen, dass wir eine gute Fußballmannschaft sind." Doch das allein bringt nicht die erwünschten Punkte.

Viel Positives trotz Enttäuschung

Auch Timo Schultz rätselt über die derzeitigen Auftritte seiner Mannschaft. "Wir müssen momentan sehr, sehr viel Aufwand betreiben, um den Ball über die Linie zu drücken. Heute ist es uns leider nur einmal gelungen und steht es am Ende 1:1", hielt der Übungsleiter fest. Dabei hatte der FCSP gegen Sandhausen weitestgehend die Kontrolle. Der Ex-Profi war sich sicher: "Wenn wir das 2:0 gemacht hätten, wäre der Deckel drauf gewesen. Wir haben sie am Leben gelassen." Daran gilt es zu arbeiten, denn mit zehn Punkten aus acht Spielen bleibt St. Pauli im Mittelfeld der Tabelle hängen.

"Es gibt einige Sachen, die heute in einem besseren Licht stehen würden, wenn wir das Spiel gewonnen hätten", gab der Cheftrainer daher zu. Jackson Irvine, der eine punktgenaue Flanke von Co-Kapitän Leart Paqarada verwertete, übte sich ebenfalls in Zuversicht. "Ich versuche immer das Positive in den Spielen zu sehen und auch heute haben wir wieder viele Dinge richtig gut gemacht", so der Australier. "Es fehlt ein bisschen das Quäntchen Glück, wie man es auch immer nennen möchte. Wir müssen aus den Partien, die wir nicht gewinnen, lernen." Denn eines ist klar: In keiner Partie der bisherigen Saison war St. Pauli optisch unterlegen. Am kommenden Sonntag (13:30 Uhr) kann sich der FCSP das nötige Matchglück gegen den SSV Jahn Regensburg erarbeiten.