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Düsseldorf: Endspiel um die letzte Chance

© IMAGO / Zink

Fortuna Düsseldorf will das Glück zwingen: Im Nachholspiel gegen den Karlsruher SC wollen die Rheinländer die unverhofft wiedergekehrte Chance auf die direkte Rückkehr in die Bundesliga wahren und sich für die letzten drei Spiele in der Spitzengruppe zurückmelden.

"Karlsruhe müde spielen“

Trainer Uwe Rösler erwartet angesichts der durch die Punktverluste besonders des Hamburger SV wieder günstiger als noch vor kurzer Zeit erscheinenden Tabellenkonstellation nicht weniger als einen Erfolg. "Wir müssen von der ersten Minute an Druck entwickeln und hoch pressen. Es ist unsere Aufgabe, sie müde zu spielen“, beschrieb der Coach auf der Spieltags-Pressekonferenz die geplante Marschroute gegen die Badener.

Selbst hellwach zu sein kann für die Düsseldorfer gegen die Badener lohnenswert sein. Durch einen Sieg nach der unglücklichen Niederlage im Absteiger-Duell beim SC Paderborn (1:2) würde Röslers Mannschaft mit dem HSV zumindest vorerst auf dem Relegationsplatz gleichziehen. Durch die sogar noch drei corona-bedingten Nachholspiele von Holstein Kiel wäre die gute Ausgangsposition für den Endspurt mit zwei Punkten Vorsprung auf die „Störche“ einerseits zwar vorläufig etwas trügerisch, andererseits dürften Siege für Kiel in seinem „Marathon-Programm“ nach der 0:5-Abfuhr im DFB-Pokal-Halbfinale bei Borussia Dortmund auch keine Selbstläufer werden.

Statt Kiel soll aber Karlsruhe für den ehemaligen Pokalsieger im Fokus stehen. Rösler jedenfalls setzt durch das ebenfalls stressige Programm des KSC wegen seiner Corona-Pause auf Verschleißerscheinungen bei den Gästen. Beim achtbaren 1:1 der Karlsruher am vergangenen Donnerstag in Hamburg "hat man gesehen, dass die Lücken gegen Ende der Partie größer werden“, hofft der frühere Profi auf Schwächen beim Gegner.

Hoffnungsträger Peterson

Die eigene Stärke seiner Mannschaft sieht Rösler derzeit besonders auch durch Kristoffer Peterson als gegeben an. "Er ist sehr wichtig für uns. Das sieht man daran, dass er die letzten drei Spiele von Beginn an auflief. Wir sind extrem froh, ihn zu haben – insbesondere mit seiner aktuellen Form und seinem Selbstvertrauen“, sagte der Fortuna-Trainer über den Angreifer.

Allerdings muss Düsseldorf mindestens in dem wegweisenden Spiel gegen den KSC auf Andre Hofmann verzichten. "Er hat ein Ödem im Mittelfuß. So etwas kann schnell weggehen, aber auch lange dauern. Noch kann man nicht sagen, ob und wann er uns diese Saison nochmal helfen kann“, beschrieb Rösler Hofmanns momentane Situation.